10 May 2026, 20:03

Wie softwaredefinierte Fahrzeuge die Autoindustrie revolutionieren und Entwicklungszyklen verkürzen

Ein Präsentationsschirm mit Fahrzeugen auf einer Straße und Text.

Wie softwaredefinierte Fahrzeuge die Autoindustrie revolutionieren und Entwicklungszyklen verkürzen

Die Zukunft der Automobilentwicklung bewegt sich hin zu schnellerer Zusammenarbeit und nutzerzentrierter Innovation. Beim anstehenden automotiveIT car.summit 2024 diskutieren Branchenführer, wie softwaredefinierte Fahrzeuge (SDVs) die Arbeitsweise der Hersteller verändern. Experten sind sich einig: Engere Teamarbeit und kürzere Entwicklungszyklen werden entscheidend sein, um wettbewerbsfähig zu bleiben.

Der automotiveIT car.summit 2025, der am 11. November in München stattfindet, steht im Zeichen softwaredefinierter Fahrzeuge, autonomer Fahrfunktionen und Vernetzung. Referenten führender Unternehmen werden betonen, dass die Branche angesichts wachsender Komplexität neue Ansätze braucht.

Der Elektroauto-Hersteller Nio, einer der Marktführer, hat seinen SDV-Entwicklungszyklus bereits auf sechs Monate verkürzt – mit größeren Updates alle vier Monate. Benjamin Steinmetz, Director of Product Management Europe bei Nio, erläutert, dass das Unternehmen die Nutzererfahrung über reine Technologie stellt. Um die Entwicklung zu beschleunigen, setzt Nio auf mehr Freiraum für Entwickler statt auf strenge Kontrollen – eine Methode, die sie als „China-Tempo“ bezeichnen.

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Martin Schleicher, Leiter der Software-Strategie bei Continental, unterstreicht, dass traditionelle Entwicklungsmodelle nicht mehr ausreichen. Sein Unternehmen bietet nun Cloud-Arbeitsplattformen, die Echtzeit-Updates und Synchronisation ermöglichen, sowie ein Kooperationsportal, um den Austausch mit Partnern zu vereinfachen. Schleicher ist überzeugt, dass neue Kollaborationsmodelle unverzichtbar sind, um enge Termine einzuhalten und komplexe Aufgaben zu bewältigen.

Steven Jenkins, Vice President of Technology Strategy beim Zulieferer Magna, teilt diese Einschätzung. Er fordert Hersteller auf, nicht-wettbewerbsrelevante Entwicklungen zu teilen und enger zusammenzuarbeiten. Auch Nio plant künftige Hardware-Updates, um sicherzustellen, dass seine Fahrzeuge über die notwendige Rechenleistung für neue Softwarefunktionen verfügen.

Der Trend zu schnellerer und flexiblerer Automobilentwicklung gewinnt an Fahrt. Mit Nios kurzen Update-Zyklen, Continentals cloudbasierten Tools und dem Aufruf zu mehr Branchenzusammenarbeit beschleunigt sich der Wandel hin zu softwaredefinierten Fahrzeugen. Der anstehende Gipfel in München wird diese Debatten vertiefen, während sich die Unternehmen auf die nächste Welle der Automobilinnovation vorbereiten.

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