KI-Projekt SAFECAR-ML revolutioniert virtuelle Crashtests in der Automobilindustrie
Greta KleinKI-Projekt SAFECAR-ML revolutioniert virtuelle Crashtests in der Automobilindustrie
Ein neues KI-gestütztes Projekt soll die Dokumentation virtueller Crashtests in der Automobilindustrie revolutionieren. Unter dem Namen SAFECAR-ML vereint die Initiative Expert:innen für maschinelles Lernen, Ingenieure und große Automobilhersteller, um die Fahrzeugentwicklung zu beschleunigen. Ziel des Projekts ist es, Kosten zu senken und Arbeitsabläufe zu vereinfachen, indem Teile des Testprozesses automatisiert werden.
Das SAFECAR-ML-Projekt startete im September 2024 mit einer Förderung von 670.000 Euro durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF). Es läuft bis Februar 2027 und ist Teil des Programms „KI für den Mittelstand“. Der Industriepartner SCALE GmbH mit Sitz in Ingolstadt leitet die Initiative, während Audi, Volkswagen und Porsche als assoziierte Partner mitwirken.
Im Mittelpunkt steht ein System, das natürliche Spracheingaben von Ingenieur:innen verarbeitet. Statt Änderungen manuell zu dokumentieren, können Entwickler:innen Modifikationen in einfachen Worten beschreiben – die KI übernimmt die weitere Verarbeitung automatisch. Dr. Daniela Steffes-lai betonte diese Fähigkeit und erklärte, dass die Software zudem nächste Schritte und handlungsrelevante Empfehlungen generieren kann.
Das Fraunhofer-Institut für Algorithmen und Wissenschaftliches Rechnen (SCAI) bringt jahrzehntelange Erfahrung in den Bereichen maschinelles Lernen und vergleichende Analyse von Simulationsdaten ein. Zwar finden die meisten Crashtests heute bereits in virtuellen Umgebungen statt, doch die Standardisierung der Datenverarbeitung bleibt eine Herausforderung. Das Team arbeitet nun an einheitlichen Methoden für die Handhabung von Testdokumentationen in der gesamten Branche.
Die Ergebnisse des Projekts könnten die Fahrzeugentwicklung deutlich beschleunigen und effizienter gestalten. Durch die Automatisierung von Dokumentation und Analyse könnten Hersteller Kosten sparen, ohne die Sicherheitsstandards zu beeinträchtigen. Die Fortschritte werden in den kommenden zweieinhalb Jahren mit großer Aufmerksamkeit von der Automobilbranche verfolgt.






