11 May 2026, 02:06

Sechs bayerische Gemeinden bauen größten regionalen Windpark gemeinsam auf

Eine Liniengrafik, die die Stromerzeugung aus Wind und Solar in Deutschland zeigt, mit begleitendem erklärendem Text.

Sechs bayerische Gemeinden bauen größten regionalen Windpark gemeinsam auf

Sechs bayerische Gemeinden bündeln ihre Kräfte, um den größten Windpark der Region zu errichten. Das Vorhaben, unterstützt von lokalen Unternehmen und einem regionalen Versorger, soll bis zu 18 Windkraftanlagen umfassen, die jährlich 192 Millionen Kilowattstunden erzeugen. Laut Behörden ist der Schub für erneuerbare Energien eine Reaktion auf Versorgungsengpässe und die spürbaren Folgen des Klimawandels.

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Der Plan gewann an Fahrt, nachdem Russlands Angriff auf die Ukraine die Verwundbarkeit der Energieversorgung offenbart hatte. Im Dezember 2023 stimmten alle 90 Gemeinderäte der sechs Orte einstimmig für die Umsetzung. Das bayerische Wirtschaftsministerium hat seitdem Förderanträge für zwei grüne Wasserstoffproduktionsstätten genehmigt, die an den Windpark angebunden werden sollen.

Die Gemeinden, die mit knappen Haushalten kämpfen, haben sich mit dem regionalen Energieversorger Überlandwerk Rhön zusammengeschlossen und die Interkommunale Bürgerwindpark Bildhäuser Forst Holding gegründet. Auch lokale Investoren – darunter ein Golfplatzbetreiber und eine Klosterstiftung – beteiligen sich finanziell. Jede Windkraftanlage soll rund 10 Millionen Euro kosten.

Neben der Windenergie haben die Gemeinden Beschlüsse gefasst, um in großflächige Solaranlagen zu investieren. Bayern strebt insgesamt den Bau von 1.000 neuen Windrädern bis 2030 an – die beteiligten Gemeinden liegen damit bereits vor dem Zeitplan.

Der Windpark wird nicht nur saubere Energie liefern, sondern auch die Produktion von grünem Wasserstoff unterstützen. Lokale Verantwortliche sehen darin eine langfristige Investition in Nachhaltigkeit und wirtschaftliche Stabilität. Mit gesicherten Fördermitteln und fortschreitenden Bauplanungen könnte das Projekt zum Vorbild für regionale Initiativen im Bereich erneuerbarer Energien werden.

Quelle