BMW setzt auf Catena-X für transparente Lieferketten und grüne Produktion
Leon SchröderBMW setzt auf Catena-X für transparente Lieferketten und grüne Produktion
BMW erweitert Nutzung des Catena-X-Datenökosystems für Nachhaltigkeit und effizientere Produktion
Der Automobilkonzern setzt zunehmend auf die digitale Plattform Catena-X, um Lieferketten transparenter zu gestalten und die Fertigung zu optimieren. Wie Konzernchef Oliver Zipse kürzlich betonte, gewinnt das Projekt angesichts der komplexen globalen Wertschöpfungsketten immer mehr an Bedeutung. Angesichts von täglich 36 Millionen benötigten Bauteilen in den Werken weltweit setzt BMW auf digitale Lösungen, um Effizienz und Nachvollziehbarkeit zu steigern.
Das Catena-X-Vorhaben konzentriert sich auf drei zentrale Bereiche: die technologische Entwicklung, eine neutrale Steuerung sowie einen operativen Datenraum. Ziel ist es, Hersteller und Zulieferer enger zu vernetzen, um schnellere und präzisere Entscheidungen zu ermöglichen. BMW hat das System bereits in der Praxis erprobt – etwa bei der Erfassung des Energieverbrauchs in der Komponentenfertigung am Standort Landshut.
Ein konkretes Anwendungsbeispiel ist der BMW iX: Hier wird Catena-X genutzt, um den CO₂-Fußabdruck der charakteristischen Nierengrill-Blende zu berechnen. Zudem ermöglicht die Plattform den Datenaustausch mit Zulieferern wie Dräxlmaier. Im Rahmen eines zweistufigen Prozesses teilt BMW digitale Zwillinge von Hochvoltbatterien mit seinen Partnern.
Oliver Ganser, bei BMW als Vice President für das Projekt verantwortlich, leitet Catena-X seit dessen Start. Unter seiner Führung hilft das System dem Konzern, das weitverzweigte Produktionsnetzwerk zu steuern – allein 2024 liefen hier rund 2,5 Millionen Fahrzeuge vom Band. Zipse unterstreicht immer wieder, wie entscheidend das Ökosystem für die Nachverfolgung von Nachhaltigkeitskriterien und die Verbesserung der operativen Abstimmung ist.
Durch die Einbindung von Catena-X strebt BMW eine bessere Sichtbarkeit in der Lieferkette und eine Reduzierung der Umweltbelastung an. Die Echtzeit-Datenteilung könnte die Zusammenarbeit mit Zulieferern grundlegend verändern. Derzeit liegt der Fokus darauf, diese digitalen Werkzeuge schrittweise in allen globalen Produktionsstandorten einzuführen.






