11 May 2026, 02:06

Alma Hasun glänzt in Sophia oder Das Ende der Humanisten mit emotionaler Tiefe

Offenes Buch mit dem Titel "The Theatre: A Monthly Review of the Drama, Music, and the Fine Arts" mit einer Seite mit Text und Logo.

Alma Hasun glänzt in Sophia oder Das Ende der Humanisten mit emotionaler Tiefe

Schauspielerin Alma Hasun überzeugte mit einer beeindruckenden Darstellung in Sophia oder Das Ende der Humanisten am Wiener Kammerspiele-Theater. In der Nachmittagsvorstellung verkörperte sie eine Tochter, die versucht, die Beziehung ihrer Eltern wiederzubeleben – eine Aufgabe, die durch die neue robotische Partnerin ihres Vaters erschwert wird. Bekannt für ihre kraftvolle Bühnenpräsenz, wählt Hasun weiterhin mutige, unvergessliche Rollen.

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Ihre Leidenschaft für die Schauspielerei entstand früh, geprägt durch die Literaturbegeisterung ihres Vaters. Er führte sie an Autoren wie Hemingway und Hesse heran und weckte so ihre lebenslange Faszination für das Erzählen von Geschichten. Tiefgreifend beeinflusst wird ihr künstlerischer Ansatz auch von Margot Friedländers Memoiren Versuch, dein Leben zu machen – einem erschütternden Bericht über das Überleben der NS-Verfolgung und den Verlust ihrer Familie in Auschwitz.

Zu ihren jüngsten Projekten zählt ein anspruchsvoller dreistündiger Monolog in Ganymed Areal, Teil des ortsbezogenen Stationentheaters in Wien-Penzing. Die Rolle drehte sich um eine Pianistin, die die Fähigkeit zu spielen verloren hat, und unterstrich Hasuns Talent, komplexe, emotional aufgeladene Darbietungen zu tragen.

Auch mit klassischen Werken ist sie vertraut: So stand sie bereits in Anton Tschechows Onkel Wanja am Theater in der Josefstadt auf der Bühne. Unter Tschechows Er und Sie-Zyklus hebt sie Der dumme Franzose als ihren Favoriten hervor. Hasun betont immer wieder ihre Vorliebe für intensive, vielschichtige Charaktere statt leichterer, konventionellerer Rollen.

Hasuns Karriere zeugt von einem Engagement für herausforderndes, zum Nachdenken anregendes Theater. Von Tschechow bis zu zeitgenössischen Stücken wie Sophia oder Das Ende der Humanisten wählt sie konsequent Rollen, die Grenzen sprengen. Das Publikum darf gespannt sein auf weitere tiefgründige und intensive Bühnenauftritte.

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