25 April 2026, 14:08

Zufit Simon präsentiert ihr konfrontativstes Werk The Fight Club in Hannover

Ein Buchumschlag mit einer leuchtenden Illustration einer Gruppe tanzender Frauen in energischen, synchronisierten Posen mit detaillierter Kleidung und Gesichtsmerkmalen.

Zufit Simon präsentiert ihr konfrontativstes Werk The Fight Club in Hannover

Die Choreografin Zufit Simon wird am 23. April auf dem Best OFF Festival für Independent-Theater in Hannover ihr neuestes Werk The Fight Club präsentieren. Das Stück markiert einen mutigen Wendepunkt in ihrer künstlerischen Laufbahn und verbindet körperlichen Protest mit roher, maskuliner Energie. Simon, 1980 in Israel geboren, prägt seit 25 Jahren die deutsche Zeitgenössische Tanzszene.

Erste Aufmerksamkeit erlangte Simon 2005, als ihr Solo fleischlos mit dem dritten Platz als Bestes Deutsches Tanzsolo bei der euroscene Leipzig ausgezeichnet wurde. Ihr Markenzeichen – präzise Bewegungen, unerbittliche Intensität und trockener Witz – hob sie schnell von anderen ab. Über die Jahre wurde die artblau Tanzwerkstatt von Dietrich Oberländer in Braunschweig zu einem wichtigen Förderer, der ihre Arbeiten von Karrierebeginn an produzierte.

2019 brach Simon mit Schäume (Foams) neues Terrain auf: Ein Solo, das auf traditionelle Choreografie verzichtete und stattdessen spontane Vokalarbeit und verzerrte Klanglandschaften einband. Ein Jahr später ging Strange Foreign Bodies (2020) noch einen Schritt weiter – hier versammelte sie Performende mit unterschiedlichen Hintergründen, Mentalitäten und Körperlichkeiten, von denen einige sogar nackt auf der Bühne auftraten.

Doch ihr Weg war nicht ohne Hindernisse. 2016 strich das Niedersächsische Ministerium für Kunst und Kultur die konzeptionelle Förderung für ihre Projekte. 2024 musste dann das LOT Theater, wo viele ihrer Stücke uraufgeführt worden waren, wegen Insolvenz schließen. Trotz dieser Rückschläge blieb Simons Einfluss bestehen. 2025, mit nur 45 Jahren, erhielt sie den Münchner Tanzpreis für ihr Lebenswerk.

The Fight Club ist nun Simons konfrontativstes Werk – eine Auseinandersetzung mit Widerstand durch Kampf und Körperlichkeit. Die Uraufführung beim Best OFF Festival in Hannover unterstreicht ihre anhaltende Prägung des unabhängigen Performance-Theaters. Mit einer Karriere, die sich über zwei Jahrzehnte erstreckt, fordert ihre Choreografie weiterhin heraus und definiert zeitgenössischen Tanz neu.

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