01 July 2026, 00:04

TrumpRx drückt deutsche Medikamentenpreise – doch Patienten zahlen den Preis

TrumpRx: Deutsche Pharma warnt vor Konsequenzen

TrumpRx drückt deutsche Medikamentenpreise – doch Patienten zahlen den Preis

US-Präsident Donald Trump hat die Plattform TrumpRx ins Leben gerufen, um Amerikanern Rabatte auf teure Medikamente zu ermöglichen. Die Initiative gleicht die Arzneimittelpreise in den USA an die anderer vergleichbarer Länder an – mit Deutschland als zentralem Referenzmarkt.

Die Plattform bietet zunächst Preisnachlässe für 40 Wirkstoffe an, soll aber in Zukunft erweitert werden. Wie der Branchenverband Pharma Deutschland mitteilt, setzt TrumpRx deutsche Pharmaunternehmen bereits unter Druck.

Dorothee Brakmann, Geschäftsführerin von Pharma Deutschland, warnt, dass die US-Politik rasant „vollendete Tatsachen“ schaffe. Zudem übe die amerikanische Preispolitik erheblichen Druck auf deutsche Firmen mit Geschäftsaktivitäten in den USA aus.

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Der Verband gibt zu bedenken, dass innovative Arzneimittel aufgrund der niedrigen US-Referenzpreise in Deutschland oder Europa später – oder gar nicht – auf den Markt kommen könnten. Pharma Deutschland betont, dass TrumpRx die Einführung neuer Medikamente in Deutschland verzögern oder sogar verhindern könnte, was den Zugang zu fortschrittlichen Therapien weiter erschwere. Bereits jetzt klagt Deutschland über ein Innovationsdefizit: 19 als bahnbrechend eingestufte Wirkstoffe sind in den USA verfügbar, in Deutschland jedoch nicht.

Unternehmen könnten nun ihre Preismodelle und Markteinführungsstrategien überdenken. Die US-Politik droht, die Verfügbarkeit neuer und hochmoderner Behandlungen für deutsche Patienten einzuschränken. Branchenexperten warnen vor einem wachsenden Risiko von Verzögerungen oder dem vollständigen Ausbleiben von Medikamenteneinführungen in ganz Europa.

Quelle