03 May 2026, 12:04

Wie Jüterbogs Militärbrache zur geschützten Wildnis mit Brandschutz-Herausforderungen wurde

Ein trockenes Grasfeld mit verstreuten Bäumen, umgeben von Hügeln unter einem bewölkten Himmel, das Anzeichen von Wildfeuer-Schäden zeigt.

Wie Jüterbogs Militärbrache zur geschützten Wildnis mit Brandschutz-Herausforderungen wurde

Ein ehemaliges Militärgelände bei Jüterbog verwildert seit drei Jahrzehnten zu einer geschützten Naturlandschaft

Auf einer Fläche von 9.300 Hektar hat sich das ehemalige Truppenübungsgelände „Altes Lager“ seit den frühen 1990er-Jahren unter der Obhut der Stiftung Naturlandschaften Brandenburg zu einem einzigartigen Naturschutzgebiet entwickelt. Heute beherbergt das Areal seltene Arten und fragile Ökosysteme – von Wäldern über Heideflächen bis zu Sanddünen, in denen bedrohte Tiere wie Fischotter, Bechsteinfledermäuse und Wiedehöpfe leben. Doch die Bewirtschaftung des Gebiets birgt besondere Herausforderungen: Die Altlasten aus der militärischen Vergangenheit machen den Brandschutz zu einer heiklen Aufgabe.

Denn wo einst Munition gelagert und Schießübungen abgehalten wurden, lauern noch immer blindgänger. Direkte Löscharbeiten sind in vielen Zonen zu gefährlich. Um diesem Problem zu begegnen, wurde ein Netz aus Brandschneisen angelegt. Diese freigeräumten Korridore – zwischen zehn und fünfzig Meter breit – sind von Sprengstoffen befreit und werden regelmäßig gepflegt. Einige sind sogar mit Sandstreifen, sogenannten „Wundstreifen“, versehen, die Brände auf natürliche Weise auslaufen lassen.

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Ein weiterer zentraler Baustein der Brandbekämpfung ist der schnelle Zugang zu Wasserquellen. Entscheidend ist, dass Feuerwehrkräfte Brunnen zügig erreichen, um Flammen früh einzudämmen. Ohne diese Vorsorgemaßnahmen wären die empfindlichen Lebensräume und ihre tierischen Bewohner weitaus stärker bedroht.

Die Brandschneisen und Wasserentnahmestellen bilden heute ein unverzichtbares Schutzsystem für die Jüterboger Wildnis. Indem sie unkontrollierte Großbrände verhindern, bewahren sie nicht nur die renaturierte Landschaft, sondern auch die seltenen Arten, die hier eine Heimat gefunden haben. Ein Modell, das Sicherheit und Naturschutz in Einklang bringt – an einem Ort, an dem Natur und Geschichte aufeinandertreffen.

Quelle