Warnstreiks bei IKEA: Mitarbeiter protestieren gegen drohende Kündigungen und für faire Löhne
Mia KochWarnstreiks bei IKEA: Mitarbeiter protestieren gegen drohende Kündigungen und für faire Löhne
Am Freitag wird der Einzelhandel von einer neuen Welle von Warnstreiks betroffen sein – im Fokus steht dabei IKEA. Mitarbeiter an mehreren Standorten planen Proteste, darunter ein teilweiser Ausstand in der Filiale Fürth. Die Aktion folgt auf die Ankündigung des Möbelhauses, im Jahr 2026 möglicherweise Stellen abzubauen, was zu betriebsbedingten Kündigungen führen könnte.
Der Protest in Fürth beginnt um 10 Uhr auf dem Parkplatz des Marktes. Erwartet werden zwischen 200 und 250 Teilnehmer, darunter IKEA-Beschäftigte aus Würzburg sowie Mitarbeiter von H&M. Das Geschäft bleibt zwar geöffnet, doch Kunden müssen mit Einschränkungen und längeren Wartezeiten in einigen Bereichen rechnen.
Die Gewerkschaft ver.di fordert faire Lohnerhöhungen für die IKEA-Belegschaft. Sie argumentiert, dass die starken finanziellen Ergebnisse des Unternehmens höhere Löhne rechtfertigen. IKEA Deutschland verzeichnete 2024 einen Umsatz von 6,1 Milliarden Euro – das zweitbeste Ergebnis der Firmengeschichte. An über der Hälfte der deutschen Standorte wird es im Rahmen der Aktion zu Arbeitsniederlegungen kommen.
Die Gewerkschaft kritisiert scharf die geplante Stellenstreichung bei IKEA und betont, das Unternehmen könne sich bessere Bezahlung leisten. Die Streiks finden vor dem Hintergrund möglicher Entlassungen im kommenden Jahr statt. Bisher hat IKEA nicht auf die Forderungen der Gewerkschaft reagiert.






