Warnstreik im hessischen Einzelhandel nach gescheiterten Tarifverhandlungen
Lotta SchneiderWarnstreik im hessischen Einzelhandel nach gescheiterten Tarifverhandlungen
Warnstreik im hessischen Einzelhandel nach gescheiterten Tarifverhandlungen
Die Gewerkschaft ver.di hat zu einem Streik im hessischen Einzelhandel aufgerufen, nachdem die Lohnverhandlungen in einer Sackgasse endeteten. Der Ausstand folgt auf gescheiterte Gespräche mit den Arbeitgebern über Lohnerhöhungen für Beschäftigte im Einzel- und Großhandel.
Die Gewerkschaft fordert eine monatliche Gehaltserhöhung von 250 Euro für die Beschäftigten. Zudem verlangt sie eine jährliche Aufstockung der Ausbildungsvergütung um 150 Euro pro Ausbildungsjahr. Darüber hinaus pocht ver.di auf eine Laufzeit des neuen Tarifvertrags von zwölf Monaten.
Die Arbeitgeber haben ihr Angebot trotz weiterer Verhandlungen nicht verbessert. Ihr aktueller Vorschlag sieht eine Lohnerhöhung von zwei Prozent für Einzelhandelsmitarbeiter vor – allerdings erst nach sechs Monaten. Großhandelsbeschäftigte sollen nach langer Zeit ohne Gehaltsanpassung 1,8 Prozent mehr erhalten.
Marcel Schäuble, ver.di-Verhandlungsführer für den hessischen Einzelhandel, bezeichnete die Haltung der Arbeitgeber als ungerecht. Die Gewerkschaft argumentiert, dass die vorgeschlagenen Erhöhungen die erwartete Inflationsrate nicht ausgleichen.
Von dem Streik betroffen sind große Handelsketten wie Rewe, Penny, Kaufland und IKEA. Weitere Unternehmen, in denen protestiert wird, sind Hit, Douglas, H&M, Zara, Primark, Metro und Rewe Logistics. Streikaktionen sind in Wiesbaden, Kassel, Frankfurt und Darmstadt geplant.
Der Arbeitskampf spiegelt die Frustration der Gewerkschaft über stagnierende Löhne und unzureichende Angebote wider. Beschäftigte im Einzel- und Großhandel in Hessen gehen nun auf die Straße, um für bessere Bezahlung zu kämpfen. Das Ergebnis der Proteste könnte die künftigen Verhandlungen beeinflussen.
