18 March 2026, 06:04

Vom Hipster-Trend zur Selbstinszenierung: Wie Bärte und Schnurrbärte Identität prägen

Ein Schwarz-Weiß-Porträt eines älteren Mannes mit Schnurrbart, der einen Mantel trägt und ein starkes Kinn, eine markante Nase, dunkle Augen und einen nachdenklichen Ausdruck mit leicht geöffneten Lippen hat.

Ist der Schnurrbart jetzt in Mode oder nicht? - Vom Hipster-Trend zur Selbstinszenierung: Wie Bärte und Schnurrbärte Identität prägen

Barttrends entwickeln sich über einfache Kategorien hinaus – Bärte und Schnurrbärte rücken als Mittel der Selbstinszenierung in den Mittelpunkt. Bei der diesjährigen Oscar-Verleihung präsentierten Stars wie Timothée Chalamet und Leonardo DiCaprio mutige Stile, während Pedro Pascals glatt rasiertes Aussehen für Gesprächsstoff sorgte. Dieser Wandel spiegelt größere gesellschaftliche Veränderungen wider, wenn es um Pflege und Identität geht.

Der Schnurrbart erlebt seit einigen Jahren ein starkes Comeback. War er einst ein Symbol für Männlichkeit der 1970er oder ironische Attitüde der frühen 2000er, steht er heute für Nostalgie, Authentizität und sogar subkulturelle Zugehörigkeit. Der Chevron-Schnurrbart der 1980er – eine dicke, gerade Linie über der Oberlippe – prägte seine Zeit, doch die aktuellen Trends sind vielfältiger. Popstars wie Benson Boone tragen den Schnurrbart selbstverständlich und tragen so dazu bei, ihn bei jüngeren Zielgruppen zu normalisieren.

Bei den Oscars zog DiCaprios Schnurrbart Blicke auf sich, während Chalamets dezent gezupfte Variante einen eleganten Kontrast bot. Michael B. Jordans Ankerbart unterstrich dagegen die Vielfalt der Pflegestile. Harry Styles, bekannt dafür, zwischen glatt rasiert und struppig zu wechseln, beweist zudem, welche Rolle Gesichtshaar in der persönlichen Ästhetik spielt.

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Doch nicht jedem Mann gelingt es mühelos, Bart oder Schnurrbart zu tragen. Viele fürchten, lächerlich zu wirken, da ein und derselbe Stil je nach Kontext unterschiedlich wahrgenommen wird. Dennoch gilt der moderne Schnurrbart heute quer durch Geschlechter und sexuelle Orientierungen als attraktiv – die alten Hipster-Klischees sind längst überwunden.

Gesichtshaar bricht weiterhin mit traditionellen Grenzen und ist sowohl in westlichen als auch in nicht-westlichen Kulturen präsent, wo es oft tiefe Bedeutung trägt. Ob auf dem roten Teppich oder im Alltag: Bärte und Schnurrbärte bleiben kraftvolle Ausdrucksformen. Ihre wachsende Akzeptanz zeigt, wie eng Pflege mit Identität und Selbstbewusstsein verknüpft ist.

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