Volkswagen revolutioniert sein Händlernetz mit radikalen Vertragsänderungen bis 2018
Mia KochVolkswagen revolutioniert sein Händlernetz mit radikalen Vertragsänderungen bis 2018
Volkswagen baut sein Händlernetzwerk in ganz Europa grundlegend um. Das Unternehmen wird bis Anfang 2018 die bestehenden Verträge mit 3.100 Autohäusern beenden. Damit beginnt eine weitreichende Neuausrichtung seiner Vertriebs- und Service-Strategie.
Die aktuellen Händlerverträge, die aus dem Jahr 2003 stammen, laufen offiziell im ersten Quartal 2020 aus. Volkswagen hat eine zweijährige Kündigungsfrist gesetzt, um den Übergang zu gestalten. Neue Verträge werden die alten ersetzen und für die Händler erhebliche Veränderungen mit sich bringen.
Nach den neuen Bedingungen werden die Gewinnvorgaben strenger, und die Händlermargen sinken um einen Prozentpunkt. Dafür gibt Volkswagen die Kontrolle über die Personalstärke in den Autohäusern ab. Langfristig könnte dies dazu führen, dass pro Autohaus im Schnitt vier Stellen abgebaut oder umstrukturiert werden.
Zudem plant das Unternehmen, Großkunden mit Fuhrparks künftig direkt zu beliefern. Außerdem wird Volkswagen eine eigene Online-Verkaufsplattform einführen, um weniger von klassischen Autohäusern abhängig zu sein. Diese Schritte erfolgen vor dem Hintergrund, dass Elektrofahrzeuge – die weniger Werkstattbesuche erfordern – immer beliebter werden.
In den kommenden Jahren wird das Händlernetzwerk voraussichtlich weiter schrumpfen. Digitalisierung und sich wandelnde Mobilitätstrends treiben diese Entwicklung voran.
Für die Händler werden sich durch die neuen Verträge die Kosten verringern. Der Umstieg auf digitale Verkäufe und der direkte Vertrieb an Fuhrparkkunden werden die Geschäftsabläufe bei Volkswagen grundlegend verändern. Auch die geringere Anzahl an Werkstattbesuchen bei Elektroautos wird die Funktion der Autohäuser nachhaltig beeinflussen.






