13 April 2026, 12:04

VdK lehnt Kürzungen bei Krankenkassenleistungen strikt ab – "Belastung für Patienten unzumutbar"

Plakat mit dem Text "Beende den Job: Gesundheit sollte ein Recht sein, nicht ein Privileg" und einer Karte mit der Aufschrift "Mache niedrigere Gesundheitskosten dauerhaft und schließe die Versorgungslücke für amerikanische Familien."

VdK lehnt Kürzungen bei Krankenkassenleistungen strikt ab – "Belastung für Patienten unzumutbar"

Der Sozialverband Deutschland (VdK) hat sich gegen mögliche Kürzungen bei den Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherung ausgesprochen. Verbandspräsidentin Verena Bentele warnte, dass geplante Erhöhungen der Zuzahlungen oder die Wiedereinführung von Praxisgebühren die Patientinnen und Patienten unzumutbar belasten würden. Ihre Äußerungen fallen kurz vor der Vorstellung des Berichts der Gesundheitsfinanzkommission, der für Montag erwartet wird.

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Bentele positionierte sich deutlich gegen mehrere diskutierte Maßnahmen. Sie lehnte höhere Zuzahlungen für Medikamente sowie die Rückkehr zu Praxisgebühren ab und bezeichnete diese als ungerecht gegenüber den Versicherten. Auch die Abschaffung der beitragsfreien Familienversicherung kritisierte sie als "versteckte Beitragserhöhung".

Stattdessen schlug sie strukturelle Reformen vor, um die Finanzierung langfristig zu stabilisieren. Dazu gehören die Anhebung der Beitragsbemessungsgrenze sowie die Ausweitung der einkommensabhängigen Abgaben auf weitere Einnahmearten. Zudem regte sie einen vorübergehenden Ausgabenstopp für Leistungserbringer an, um die Kosten zu begrenzen.

Der VdK erwartet von den rund 60 Einsparvorschlägen der Gesundheitsfinanzkommission eine Entlastung der Versicherten. Bentele betonte jedoch, dass Reformen keinesfalls zu Lasten der bestehenden Leistungen in der gesetzlichen Krankenversicherung gehen dürften.

Am Montag wird die Gesundheitsfinanzkommission ihre Empfehlungen vorlegen. Benteles Haltung unterstreicht die Spannung zwischen Sparzwängen und dem Schutz der Patientenrechte. Der VdK pocht darauf, dass Reformen vor allem auf eine gerechte Einnahmenverteilung abzielen sollten – und nicht auf Leistungsabbau.

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