24 March 2026, 06:04

V2G-Technologie in Deutschland: Studie zeigt Wege zur Marktreife auf

Liniengraph, der den Anstieg der Batterieelektrofahrzeugverkäufe in Australien zeigt, mit begleitendem erklärendem Text.

V2G-Technologie in Deutschland: Studie zeigt Wege zur Marktreife auf

Neue Studie des Münchner Forschungsinstituts für Energiewirtschaft (FfE) soll Hürden für Vehicle-to-Grid (V2G) in Deutschland abbauen

Eine aktuelle Studie des Forschungsinstituts für Energiewirtschaft (FfE) in München zielt darauf ab, Hindernisse für die Vehicle-to-Grid-Technologie (V2G) in Deutschland zu beseitigen. Die gemeinsam mit BMW, Mercedes-Benz und weiteren Partnern durchgeführte Untersuchung schlägt zentrale Maßnahmen vor, um V2G attraktiver und praxistauglicher zu machen. Dazu zählen Steuererleichterungen, finanzielle Anreize sowie verbesserte Netzvorschriften, um die Integration von Elektrofahrzeugen in das Stromnetz zu erleichtern.

Eine der schnellsten Änderungen betrifft die Abschaffung der Stromsteuer für V2G-Nutzer:innen. Ein entsprechender Gesetzentwurf wird für die erste Jahreshälfte 2026 erwartet. Zudem könnten Kund:innen bis zu 720 Euro jährlich verdienen, indem sie ihre Fahrzeugbatterien für die Netzstabilisierung zur Verfügung stellen.

Die Studie empfiehlt, den Ausbau intelligenter Stromzähler zu beschleunigen – insbesondere in Pflichtfällen. Kleine Messstellenbetreiber sollen digitale Unterstützung erhalten, um Abläufe effizienter zu gestalten. Ein weiterer Vorschlag sieht flexible Netzanschlussverträge vor, die Netzentgelte für eingespeicherten Strom erstatten könnten.

Einheitliche technische Richtlinien für bidirektionales Laden über AC-Wallboxen sollen bundesweit eingeführt werden. Die Bundesnetzagentur wird aufgefordert, im Rahmen des "AgNes"-Verfahrens zu prüfen, wie sich Arbeitspreise auf die Wirtschaftlichkeit von V2G auswirken. Zudem regt die Studie an, großflächige Testzonen für netzdienliche Services zu schaffen, die Elektroautos und Haushaltsflexibilität verbinden.

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BMW und Eon planen, bis 2026 ein V2G-Angebot für Kund:innen des neuen BMW iX3 zu entwickeln. Diese Kooperation unterstreicht das wachsende Brancheninteresse, V2G zur marktreifen Lösung auszubauen.

An der Studie wirkten neben dem FfE auch Partner aus der Automobil- und Energiewirtschaft mit. In den vorliegenden Ergebnissen werden keine spezifischen deutschen Verteilnetzbetreiber als Mitautoren genannt.

Die vorgeschlagenen Änderungen sollen V2G nutzerfreundlicher und finanziell lukrativer machen. Steuererleichterungen, der Ausbau intelligenter Zähler und flexible Netzverträge könnten die Kosten senken und die Einführung vereinfachen. Bei Umsetzung könnten diese Maßnahmen dazu beitragen, Elektrofahrzeuge effizienter in das deutsche Energienetz zu integrieren.

Quelle