17 February 2026, 22:04

Uli Hoeneß greift Politik an – und denkt über Abschied aus Deutschland nach

Schwarz-weiß-Porträt von Johann Wilhelm Klein, Direktor des Instituts für Blinde in Wien, der einen weißen Hemdkragen trägt und ernst schaut, mit deutschem Text unten.

Hoeneß macht Politiker verantwortlich und nennt seinen größten Albtraum - Uli Hoeneß greift Politik an – und denkt über Abschied aus Deutschland nach

Uli Hoeneß, der ehemalige Präsident des FC Bayern München, hat sich mit deutlichen Worten zu Deutschlands politischer und wirtschaftlicher Ausrichtung geäußert. In jüngsten Stellungnahmen kritisierte er Forderungen nach einem Boykott der FIFA-Weltmeisterschaft und lehnte Pläne für eine Verkürzung der Arbeitswoche ab. Seine Äußerungen betrafen zudem die Führung des Landes unter Bundeskanzler Friedrich Merz sowie seine eigene Zukunft in Deutschland.

Besonders scharf ging Hoeneß mit der früheren Außenministerin Annalena Baerbock ins Gericht, die sich für einen WM-Boykott ausgesprochen hatte. Er argumentierte, Sportler dürften nicht als Werkzeuge in politischen Konflikten instrumentalisiert werden. Seine Haltung spiegelt die Überzeugung wider, dass Sport und Politik getrennt bleiben sollten.

Auch die Forderung der Gewerkschaft Verdi nach einer Reduzierung der Wochenarbeitszeit von 38 auf 35 Stunden wies er zurück. Eine solche Maßnahme würde laut Hoeneß die wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands schwächen. Stattdessen forderte er, der Fokus müsse auf mehr Fleiß und größerer Ehrgeizigkeit liegen.

In der Innenpolitik lobte Hoeneß Kanzler Friedrich Merz und behauptete, Deutschlands internationales Ansehen habe sich unter dessen Führung verbessert. Das Land nehme nun sogar eine stärkere Rolle in Europa ein, so der Ex-Bayern-Chef. Dennoch scheute er sich nicht, frühere Regierungen oder die rechtspopulistische AfD zu kritisieren.

Auf die Frage nach seiner persönlichen Zukunft räumte Hoeneß ein, er könnte Deutschland verlassen. Er besitzt bereits eine Wohnung in der Schweiz, die ihm und seiner Familie als alternativer Wohnsitz dienen könnte.

Hoeneß' Aussagen unterstreichen seine Sorgen über die wirtschaftlichen und politischen Weichenstellungen Deutschlands. Während er Merz unterstützt, steht dies im Kontrast zu seiner früheren Kritik an Vorgängerregierungen. Sein möglicher Abgang wirft zudem Fragen über seine langfristige Verbindung zum Land auf.