03 February 2026, 16:02

Tödlicher Tritt im Münchner Botanischen Garten: Prozess um heimtückischen Mord

Eine Karikatur einer Gerichtsszene mit einer Gruppe von Menschen auf Stühlen und einem Mann in der Mitte, einem Tisch mit verschiedenen Gegenständen rechts und Text unten, der "Boney's Trial, Sentence, and Dying Speech Europe's Injuries Revenged" lautet.

Prozess nach Tod durch Kampfsport-Tritt in München - Tödlicher Tritt im Münchner Botanischen Garten: Prozess um heimtückischen Mord

Ein 57-jähriger Mann starb im Alten Botanischen Garten in München, nachdem er bei einem brutalen Angriff mit einem Tritt gegen den Kopf schwer verletzt worden war. Der Fall wird nun in einem neuen Prozess erneut verhandelt, nachdem Bedenken an der Unparteilichkeit der ursprünglich zuständigen Richterin aufkamen. Die Staatsanwaltschaft muss nun klären, ob es sich um einen heimtückischen Mord oder eine weniger schwere Straftat handelt.

Der Vorfall begann, als sich das Opfer dem Angeklagten und dessen Begleitern näherte und um Tabak bat. Es kam zum Streit, der schnell eskalierte. Auf Überwachungsvideos ist später zu sehen, wie der Angeklagte dem Mann mit einem kräftigen Rundumtritt ins Gesicht tritt, woraufhin dieser stürzt und mit dem Kopf auf dem Gehweg aufschlägt.

Passanten versuchten zwar eine Wiederbelebung, doch das Opfer erlag kurz nach der Einlieferung ins Krankenhaus seinen Verletzungen. Die Aufnahmen zeigen zudem, dass sich die Gruppe des Angeklagten nach dem Sturz noch mehrere Minuten lang einfach hinsetzte und erst reagierte, als sich andere näherten.

Das ursprüngliche Verfahren war geplatzt, nachdem das Landgericht München I entschieden hatte, dass eine Äußerung der vorsitzenden Richterin den Eindruck von Vorurteilen aufgrund der Herkunft erwecken könnte. Nun prüft das Gericht zwei alternative Anklagepunkte: Körperverletzung mit Todesfolge oder Tod durch Unterlassen. Eine Entscheidung, ob der Angriff als heimtückischer Mord zu werten ist, steht noch aus.

Im Mittelpunkt des neuen Prozesses stehen die Schwere der Tat und die Absicht des Angeklagten. Beweismaterial wie Videoaufzeichnungen und Zeugenaussagen werden eine entscheidende Rolle bei der endgültigen Anklage spielen. Der Fall bleibt unter genauer Beobachtung, während die Verhandlung weitergeht.