27 January 2026, 16:26

Tödliche Schüsse in Nürnberg: Bundespolizist tötet Mann nach Messerangriff in Notwehr

Ein altes Buch mit dem Titel «Z.D. Nürnberg, Deutschland, 1791» mit einem Erstausgabenstempel und handgeschriebenem Text auf dem Papier.

Ermittlungen gegen tödlichen Polizeischuss eingestellt - Tödliche Schüsse in Nürnberg: Bundespolizist tötet Mann nach Messerangriff in Notwehr

Im März 2025 starb in Nürnberg ein 38-jähriger Mann namens Mouhamed, nachdem er von einem Polizisten der Bundespolizei angeschossen worden war. Der Vorfall ereignete sich während eines Festnahmeversuchs in seiner Wohnung. Die Behörden stellten das Verfahren später ein und werteten die Schüsse als Notwehr.

Die Auseinandersetzung begann, als Beamte der Polizei Berlin eintrafen, um Mouhamed wegen des Verdachts auf Körperverletzung in Untersuchungshaft zu nehmen. Als sie ihn festnehmen wollten, griff er zu einem großen Küchenmesser und ging damit auf einen der Polizisten los.

Der Beamte, der als Fabian S. identifiziert wurde, feuerte daraufhin zwei Schüsse aus seiner Dienstwaffe ab. Trotz sofortiger Wiederbelebungsversuche erlag Mouhamed seinen Verletzungen. Die Staatsanwaltschaft ermittelte wegen des Schusswaffeneinsatzes, stellte das Verfahren gegen Fabian S. jedoch ein. Die Ermittler kamen zu dem Schluss, dass der Polizist in Notwehr gehandelt habe, um einen Messerangriff abzuwehren. Angehörige des Verstorbenen können die Entscheidung nun anfechten, indem sie Beschwerde bei der Verbraucherzentrale einlegen.

Der Fall wurde ohne weitere rechtliche Konsequenzen für den beteiligten Beamten abgeschlossen. Mouhameds Familie behält jedoch das Recht, formell Beschwerde einzulegen, falls sie die Ermittlungsergebnisse der Staatsanwaltschaft bestreitet. Der Vorfall bleibt für die Betroffenen weiterhin ein umstrittenes Thema.