08 February 2026, 14:06

Tirol erhöht Abgaben für Zweitwohnungen – Eigentümer zahlen bis zu 1.600 Euro jährlich

Panoramablick auf Salzburg, Österreich von einem Hügel aus, mit Gebäuden, Bäumen, einer prominenten Kathedrale, einem blauen und weißen Himmel und fernen Bergen.

Tirol erhöht Abgaben für Zweitwohnungen – Eigentümer zahlen bis zu 1.600 Euro jährlich

Tirol verschärft Kontrollen für Zweitwohnungen in begehrten Skigebieten

In Tirol werden die Auflagen für Ferienimmobilien in den beliebtesten Wintersportorten nun strenger. Neue Gebühren und schärfere Vorschriften gelten für tausende Zweitwohnungen – einige Abgaben haben sich in den letzten Monaten mehr als verdoppelt. Die Änderungen sorgen bei Eigentümern für Unmut, während lokale Behörden den Bau von bezahlbarem Wohnraum vorantreiben wollen.

Das Land hat eine jährliche Abgabe für alle Zweitwohnsitze eingeführt, die von den örtlichen Tourismusverbänden eingezogen wird. In der Silberregion Karwendel zahlen Besitzer je nach Größe der Immobilie nun zwischen 312 und 936 Euro pro Jahr. In einigen Gemeinden kommt zusätzlich eine Zweitwohnsitzsteuer hinzu, die zwischen 290 und 700 Euro jährlich liegt.

Die Verschärfung erfolgt, obwohl Tirols Tourismusverbände bereits 240 Millionen Euro pro Jahr durch Kurtagen und Tourismusabgaben einnehmen. Behörden begründen die zusätzlichen Einnahmen damit, dass sie die Wohnraumversorgung sichern und verhindern sollen, dass die Region an Investoren verkauft wird. Die Liste Fritz Tirol unterstützt die Maßnahmen und fordert noch strengere Kontrollen gegen illegale Ferienwohnungen.

Offiziell sind in Tirol über 16.000 Zweitwohnungen gemeldet, doch die Dunkelfeldzahl dürfte weit höher liegen. Unterdessen hat ein benachbartes Reiseziel in Südtirol angekündigt, die Tourismusabgabe ab Januar 2026 zu verdoppeln.

Für Eigentümer bedeuten die neuen Regeln deutlich höhere Kosten – einige Gebühren sind innerhalb kurzer Zeit stark gestiegen. Die lokalen Behörden betonen jedoch, dass die Änderungen den Wohnraum für Einheimische schützen und die langfristige Attraktivität der Region sichern sollen. Die Maßnahmen spiegeln den wachsenden Druck wider, dem beliebte Alpenziele ausgesetzt sind: Sie müssen Tourismus und Bezahlbarkeit in Einklang bringen.