04 February 2026, 04:40

Tiefenorts St.-Peter-Kirche begeistert mit "Licht für alle" – ein Gottesdienst wie ein Peter-Fox-Konzert

Eine große Menschenmenge auf einem Musikfestival, mit einer Bühne in der Mitte, auf der Musiker Instrumente spielen, beleuchtet von hellen Lichtern und umgeben von Bannern, Zelten links und einem dunklen Himmel mit Feuerwerk im Hintergrund.

Tiefenorts St.-Peter-Kirche begeistert mit "Licht für alle" – ein Gottesdienst wie ein Peter-Fox-Konzert

Voller Andrang in der Tiefenorter St.-Peter-Kirche trotz Winterkälte

Am 1. Februar 2025 zog die St.-Peter-Kirche in Tiefenort trotz eisiger Temperaturen und eines gut gefüllten lokalen Veranstaltungskalenders ein volles Haus an. Der Gottesdienst "Licht für alle", der wie ein intimes Clubkonzert von Peter Fox inszeniert war, versammelte eine überraschend große Menge – darunter viele junge Besucher – und übertraf damit alle Erwartungen der Gemeinde.

Der Abend begann mit einer warmen, einladenden Atmosphäre, in der gemütliches Licht die sonst übliche Orgelmusik ersetzte. Die Kirchenältesten erhielten Lob für ihre sorgfältige Vorbereitung und herzliche Gastfreundschaft, die von Offenheit und Verbundenheit geprägt war.

Der Gottesdienst verband Vergangenheit und Gegenwart durch eine erzählerische Reise, geleitet von Mario Gratz, Joachim Krug und Ines Wiegand. Die Geschichten reichten von Johannes' Verbannung bis hin zur Dunkelheit der Stollen im Kaliwerk Merkers und spannten so einen Bogen der Reflexion über die Zeiten hinweg.

Ein Höhepunkt war das Kerzenritual, bei dem die Besucher Flammen in einem großen schmiedeeisernen Fisch entzündeten. Diese Geste symbolisierte persönliche Hoffnung und schuf zugleich ein Gefühl der Gemeinschaft unter den Anwesenden.

Pastor Thomas Volkmann unterstützte die Band "The Quiet Side" am Keyboard und bereicherte deren handgemachten Klang aus Gitarre, Cajón und Mundharmonika. Das Programm vereinte vielfältige Stücke – von "Kyrie eleison" und "Here Comes the Sun" über "Die Sucher" bis "Sound of Silence" – die jeweils die emotionale Tiefe des Abends unterstrichen.

Die Predigt thematisierte Jesu Vision als leuchtendes Vorbild, das stark genug ist, um die Dunkelheit zu durchdringen, statt nur als schwacher Schein unter der Tür zu verharren. Diese Botschaft unterstrich das zentrale Motiv von Erleuchtung und Wandel.

Nach dem Gottesdienst blieben viele noch vor der Kirche stehen, tauschten sich aus und genossen das Gemeinschaftsgefühl. Das Konzept der offenen Tür hatte offensichtlich einen Nerv getroffen und aus einer traditionellen Versammlung ein inklusives, mitreißendes Erlebnis gemacht.

Der "Licht für alle"-Gottesdienst hinterließ einen bleibenden Eindruck, indem er Musik, Erzählungen und Rituale zu einem Ganzen verband, das die Besucher berührte. Der Erfolg des Abends zeigte, wie die Kirche durch moderne Ansätze neue Menschen anzieht – ohne dabei ihre Kernbotschaft von Verbindung und Hoffnung aus den Augen zu verlieren.