30 April 2026, 16:20

Thüga warnt vor EU-Bürokratie und fordert faire Regeln für Energiewende

Eine Liniengrafik, die die Stromerzeugung aus Wind und Solar in Deutschland zeigt, mit begleitendem erklärendem Text.

Thüga warnt vor EU-Bürokratie und fordert faire Regeln für Energiewende

Die Thüga-Gruppe, Deutschlands größtes Netzwerk kommunaler Energie- und Wasserversorger, hat ihre Position zu den jüngsten EU-Vorschlägen dargelegt. Mit über 100 Unternehmen unter ihrem Dach beliefert die Gruppe 1 Million Wasserkunden und betreibt 9.300 Ladepunkte für E-Mobilität. Zudem zählt sie zu den drei größten Energieversorgern des Landes und erzielte im vergangenen Jahr einen Umsatz von mehr als 53 Milliarden Euro.

Thüga begrüßt die geplanten Ausnahmen für kleine und mittlere Energieanbieter im Rahmen der Taxonomie-Verordnung, des CO₂-Grenzausgleichsmechanismus (CBAM) und des Lieferkettengesetzes. Diese Maßnahmen sollen Bürokratie abbauen und den Verwaltungsaufwand für kleinere Unternehmen verringern.

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Gleichzeitig äußert die Gruppe Bedenken gegenüber anderen EU-Plänen. Sie warnt davor, dass die Einbeziehung des Energiesektors in die Finanzmarktregulierung kleinere Anbieter mit übermäßiger Bürokratie belasten könnte. Auch die vorgeschlagenen Beihilferegeln könnten kommunale Versorger benachteiligen und den dezentralen Handel im Kapazitätsmarkt stören.

Trotz dieser Herausforderungen bleibt Thüga auf die Modernisierung der deutschen Energieinfrastruktur fokussiert. Das Unternehmen hält Beteiligungen an Erneuerbare-Energien-Anlagen mit einer Kapazität von fast 5 Gigawatt und gehört damit zu den führenden Ökostromerzeugern des Landes. Dennoch warnt es, dass weitere Änderungen bei den Netzentgelten die Rendite von Investitionen schwächen und den Fortschritt bremsen könnten.

Der "Clean Industrial Deal" der Europäischen Kommission, der die Wettbewerbsfähigkeit stärken und die Klimaneutralität beschleunigen soll, ist Teil dieses sich wandelnden Umfelds. Thüga setzt sich weiterhin für Politiken ein, die seine Rolle bei der Energiewende unterstützen und gleichzeitig kleinere Betreiber schützen.

Für Medienanfragen steht Dr. Detlef Hug als Pressesprecher der Thüga AG zur Verfügung, erreichbar unter [email protected] oder +49 (0) 89-38197-1222.

Die Rückmeldung von Thüga unterstreicht die Notwendigkeit eines Ausgleichs zwischen den EU-Klimazielen und den praktischen Herausforderungen für Energieversorger. Die Bedenken der Gruppe konzentrieren sich auf Bürokratie, Beihilferegeln und Netzentgeltanpassungen – alles Faktoren, die sich auf ihre Geschäftstätigkeit und die Stabilität der Branche auswirken könnten. Während die Diskussionen andauern, macht ihre Position deutlich, wie wichtig maßgeschneiderte Lösungen für kommunale Versorger im Rahmen der deutschen Energiewende sind.

Quelle