"The Wheelie Show" feiert inklusiven Tanz zwischen Tempo und Stille
Lotta Schneider"The Wheelie Show" feiert inklusiven Tanz zwischen Tempo und Stille
Ein mutiges neues Tanzprojekt vereint Künstler mit und ohne Behinderung in einer Hommage an Bewegung und Tempo.„The Wheelie Show“ verbindet Rollschuhlaufen, Rollstühle und athletische Eleganz, um zu erkunden, wie wir uns in einer immer schnelleren Welt behaupten. Noch bevor sich der Vorhang hebt, hört das Publikum die eigenen Gedanken der Darsteller darüber, wie man im unerbittlichen Tempo des Lebens zur Ruhe kommt.
Die Produktion entstand aus einem Tanzkurs namens „Rolling Good Times“, geleitet von der Choreografin Eng Kai Er und Jana Mahn. Ihre Vision entwickelte sich zu einem inklusiven Spektakel, bei dem die Hälfte des Ensembles auf Rollschuhen gleitet, während die andere Hälfte in Rollstühlen performt. Die Dramaturgie der Show schwankt zwischen absoluter Stille und hochenergetischen Momenten – eine Balance aus künstlerischem Anspruch und purer Unterhaltung.
Tempo steht im Mittelpunkt – nicht nur als Bewegung, sondern als Metapher. Die Tänzer tragen Kostüme, inspiriert von Radsporttrikots, Motocross-Ausrüstung und Formel-1-Anzügen, die das Thema unterstreichen. Sportliche Einflüsse durchziehen die Choreografie, mit Anklängen an Eishockey, Cheerleading und Motorsport.
Räder prägen die Aufführung auf unerwartete Weise. Koffer, Tretroller und Skateboards werden Teil der Action, während wagereiche Hebefiguren Rollschuhläufer auf Rollstühlen balancieren lassen. Das Ergebnis ist eine dynamische Verschmelzung von Bewegung, Können und Erzählkunst.
Indem „The Wheelie Show“ Athletik mit persönlicher Reflexion verbindet, hinterfragt das Stück unsere Wahrnehmung von Geschwindigkeit und Fähigkeit. Die Performance bleibt mit einer Mischung aus Spektakel und Nähe im Gedächtnis – ein Beweis dafür, dass Bewegung, ob schnell oder langsam, eine kraftvolle Form des Ausdrucks sein kann.






