Solingen bewilligt Notfallhilfe für marode Eissporthalle – doch reicht das?
Lotta SchneiderSolingen bewilligt Notfallhilfe für marode Eissporthalle – doch reicht das?
Solingens Finanzausschuss gibt Notfallmittel für Eissporthalle frei
Der Finanzausschuss der Stadt Solingen hat die Freigabe von 82.234 Euro für dringende Sicherheitsmängel an der städtischen Eislaufhalle bewilligt. Die Mittel stammen aus dem kommunalen Sportetat und sollen die Betriebssicherheit der Anlage kurzfristig gewährleisten, während akute Gefahrenquellen beseitigt werden. Die lokale Wählergruppe SG zukunft. begrüßt die Entscheidung, äußert jedoch Bedenken hinsichtlich der langfristigen Auswirkungen.
Die neu bereitgestellten Gelder fließen in die Behebung kritischer Sicherheitsdefizite, nachdem die Halle zunehmend unter strukturellen Problemen leidet. SG zukunft. hinterfragt jedoch, ob die Summe ausreicht und ob sie in eine übergeordnete Strategie für die Zukunft der Einrichtung eingebettet ist.
Die Wählergruppe argumentiert, dass der Betreiber, die Solingen Eissport gGmbH, aufgrund des maroden Zustands der Halle mit finanziellen Engpässen kämpft. SG zukunft. kritisiert das Fehlen einer detaillierten baulichen und technischen Bestandsaufnahme und warnt, dass kurzfristige Reparaturen überflüssig werden könnten, falls später umfangreichere Sanierungen nötig sind.
Um mehr Transparenz zu schaffen, will die Gruppe eine Liste mit Fragen an die Stadtverwaltung richten. Im Fokus stehen der tatsächliche Zustand der Halle sowie der gesamte Finanzbedarf. Priorität hat dabei die Sicherung zusätzlicher Investitionen – darunter ein mögliches Sanierungsprojekt in Höhe von 4,8 Millionen Euro.
SG zukunft. betont die Notwendigkeit eines finanziell tragfähigen Erhaltungskonzepts, um Steuergelder sinnvoll einzusetzen und die Eislaufhalle langfristig für die Bevölkerung offenhalten zu können.
Die freigegebenen 82.234 Euro decken zunächst die dringendsten Sicherheitsrisiken ab, doch weitere Investitionen gelten als unverzichtbar. Ein umfassendes Sanierungskonzept – mit potenziellen Kosten von 4,8 Millionen Euro – bleibt in der Diskussion. Nun müssen Stadt und Betreiber klären, wie die langfristige Finanzierung und strukturelle Lösungen aussehen sollen, um die Zukunft der Eislaufhalle zu sichern.






