Südkorea und EPA stärken Zusammenarbeit bei Patenten und Innovationstrends
Greta KleinSüdkorea und EPA stärken Zusammenarbeit bei Patenten und Innovationstrends
Eine Delegation der Korean Patent Attorneys Association (KPAA) traf sich kürzlich in München mit Vertretern des Europäischen Patentamts (EPA). Im Mittelpunkt der Gespräche standen die Qualität von Patenten, Innovationstrends sowie die künftige Zusammenarbeit beider Organisationen.
Besonderes Interesse galt dabei dem wachsenden Engagement südkoreanischer Antragsteller am einheitlichen Patentsystem des EPA, das sich 2024 in einer deutlichen Zunahme von Anträgen auf einheitliche Wirkung widerspiegelt.
EPA-Vizepräsident Christoph Ernst begrüßte die von KPAA-Präsident Dookyu Kim angeführte Delegation im Münchner Hauptsitz des Amts. Ernst betonte zu Beginn der Gespräche die Freude über die erneute Vertiefung der Beziehungen zur koreanischen Vereinigung. Das Treffen war Teil der laufenden Dialoginitiativen des EPA mit wichtigen Innovationsmärkten.
Im Rahmen der Gespräche stellte das EPA seinen Qualitätsaktionsplan 2025 vor und berichtete über aktuelle Fortschritte in den Bereichen Recherche und Prüfung. So wurden 2024 85,1 % der Standard-Rechercheberichte fristgerecht an die Antragsteller übermittelt, während 81,9 % der Standardakten die Bearbeitungsfristen einhielten. Zudem präsentierte das EPA sein Observatorium für Patente und Technologie, das Innovationstrends in Bereichen wie Nachhaltigkeit, Gesundheit und Quantencomputing analysiert.
KPAA-Präsident Dookyu Kim unterstrich die Bedeutung des offenen Austauschs mit dem EPA. Er erklärte, die KPAA schätze die Partnerschaft und sehe einer noch engeren Zusammenarbeit entgegen. Beide Seiten vereinbarten, die Gespräche fortzusetzen und weitere Kooperationsmöglichkeiten für 2026 auszuloten.
Ein zentrales Thema war das einheitliche Patentsystem, bei dem koreanische Antragsteller unter den nicht-europäischen Märkten führend sind. 2024 beantragten 18,9 % der berechtigten Fälle aus Südkorea die einheitliche Wirkung – fast doppelt so viele wie im Vorjahr. Damit liegen koreanische Unternehmen vor Bewerbern aus China und den USA bei der Nutzung des Systems.
Konkrete Zahlen zur Anzahl südkoreanischer Unternehmen, die 2024 die einheitliche Patentrechtwirkung beantragten, wurden nicht genannt.
Das Treffen unterstrich das Engagement des EPA, Patentverfahren zu optimieren und die Bindungen zu bedeutenden Innovationszentren zu stärken. Die zunehmende Inanspruchnahme des einheitlichen Patentsystems durch koreanische Antragsteller spiegelt dabei allgemeine Entwicklungen in globalen Patentstrategien wider. Beide Organisationen planen, den Dialog in den kommenden Jahren weiter auszubauen.






