Stuttgart 21 droht nächste Verzögerung: Eröffnung erst 2031 möglich
Stuttgart 21: Bahnprojekt drohen weitere Verzögerungen – Eröffnung erst Ende 2031?
Das Stuttgarter Bahnprojekt Stuttgart 21 steht vor erneuten Verzögerungen: Aktuellen Berichten zufolge könnte der neue Durchgangsbahnhof frühestens Ende 2031 in Betrieb gehen. Baden-Württembergs Ministerpräsident Cem Özdemir (Grüne) fordert von der Deutschen Bahn klare Antworten und warnt vor schweren Folgen für die Region, falls sich der aktuelle Zeitplan bestätigt. Ursprünglich sollte das Vorhaben – das bereits seit Jahren hinter dem Zeitplan liegt – zumindest teilweise bis Ende 2026 fertiggestellt werden.
Bei Stuttgart 21 handelt es sich um einen grundlegenden Umbau des Stuttgarter Bahnknotens: Der bestehende Kopfbahnhof wird durch einen unterirdischen Durchgangsbahnhof ersetzt. Das Projekt umfasst neue Gleise, Tunnel, Unterführungen und Brücken als Teil einer umfassenden Modernisierung. Parallel dazu sieht das Vorhaben Stuttgart–Ulm eine neue Hochgeschwindigkeitsstrecke zwischen Wendlingen und Ulm vor, die bereits 2022 in Betrieb ging.
Die Kosten sind seit der ersten Schätzung von 4,5 Milliarden Euro im Jahr 2009 auf mittlerweile rund 11,3 Milliarden Euro explodiert – die gesamte Summe muss die Deutsche Bahn tragen. Ein zentrales Hindernis stellt die Digitalisierung des Bahnknotens dar, durch die Stuttgart zum ersten voll digitalisierten Knoten Deutschlands werden soll. Doch die Komplexität dieser Arbeiten trägt maßgeblich zu den anhaltenden Verzögerungen bei.
Özdemir drängt die Deutsche Bahn nun auf verlässliche Daten und eine verbindliche Zusage, Stuttgart 21 inklusive der vollständigen Digitalisierung abzuschließen. Weitere Rückschläge wären für Baden-Württemberg und die zehntausenden Fahrgäste, die auf das Netz angewiesen sind, eine „katastrophale Nachricht“, betonte der Ministerpräsident.
Die jüngsten Meldungen verschieben die Eröffnung des Stuttgarter Hauptbahnhofs auf Ende 2031 – earlier geplante Teilinbetriebnahmen für 2026 sind damit vom Tisch. Die Deutsche Bahn steht nun unter Druck, klare Zeitpläne vorzulegen und die Fertigstellung des Projekts zu garantieren. Die Folgen werden den Schienenverkehr in der Region noch über Jahre prägen.






