Streit um Hitzeschutz: Landkreistag fordert dauerhafte Finanzhilfen für Kommunen
Mia KochStreit um Hitzeschutz: Landkreistag fordert dauerhafte Finanzhilfen für Kommunen
Der Deutsche Landkreistag widerspricht den Aussagen von Bundesumweltminister Carsten Schneider, wonach die bestehenden Mittel für den lokalen Hitzeschutz ausreichen. Achim Brötel, Präsident des Verbandes, argumentierte, der Sonderfonds decke keine langfristigen Bedürfnisse ab. Er betonte, dass Kommunen dauerhafte Finanzmittel benötigten, um Hitzerisiken wirksam zu bekämpfen.
Schneider hatte zuvor erklärt, der 100-Milliarden-Euro-Sonderfonds für Klimaanpassung reiche für Länder und Gemeinden aus. Brötel wies diese Einschätzung zurück und bezeichnete den Fonds als „geringen Beitrag“, der keine vollständige Lösung darstelle.
Vor Ort werden bereits Maßnahmen ergriffen: Kommunen erstellen Hitzeaktionspläne, beraten Einrichtungen und koordinieren Gesundheits- und Katastrophenschutz. Zudem setzen sie konkrete Anpassungsstrategien in die Praxis um.
Brötel unterstrich, dass Hitzeschutz eine dauerhafte Aufgabe für die kommunalen Dienste sei. Nachhaltige Wirkung hänge von gesicherten Personalstellen und stabilen Finanzmitteln ab – nicht von kurzfristigen Maßnahmen. Der Verband besteht darauf, dass zeitlich begrenzte Förderungen keine dauerhafte Unterstützung ersetzen können. Kommunen bräuchten verlässliche Haushalte, um einen flächendeckenden Hitzeschutz zu gewährleisten. Ohne diese bleibe die Frage der langfristigen Klimaanpassung ungelöst.
