Streit um faire Verteilung der Sanierungskosten: Soll das Einkommen entscheiden?
Greta KleinStreit um faire Verteilung der Sanierungskosten: Soll das Einkommen entscheiden?
Eine neue Debatte entzündet sich daran, wie die Kosten für die energetische Sanierung von Wohnraum gerecht verteilt werden sollen. Derzeit dürfen Vermieter diese Ausgaben gleichmäßig auf alle Mieter umlegen. Doch Axel Gedaschko, Präsident eines großen Wohnungsverbands, hält dieses Vorgehen für ungerecht und dringt auf eine rasche Änderung.
Gedaschko fordert von der Regierung die Einführung eines gestaffelten Systems für Modernisierungskosten. Sein Vorschlag sieht vor, dass einkommensstärkere Mieter mehr zahlen als Haushalte mit geringeren Einnahmen. Die aktuellen Regeln würden finanzielle Unterschiede ignorieren und belasteten alle gleichermaßen – unabhängig davon, was sie sich leisten könnten, kritisiert er.
Im Mittelpunkt stehen Investitionen wie klimafreundliche Heizsysteme oder andere energiesparende Sanierungsmaßnahmen. Gedaschko übt Druck auf die CDU/CSU- und SPD-geführte Koalition aus, zügig zu handeln. Sein Argument: Nicht eine Pauschale für alle, sondern das Einkommen sollte entscheiden, wie viel jeder Mieter beiträgt.
Würde das neue Modell umgesetzt, verschöbe sich die Kostenverteilung grundlegend: Besserverdiener müssten einen größeren Anteil übernehmen, während Geringverdiener entlastet würden. Nun liegt der Ball bei den regierenden Parteien, die über den Vorstoß entscheiden müssen.






