Stichwahl in Wilhermsdorf: Zwei Frauen kämpfen um das Bürgermeisteramt und die Zukunft der Gemeinde
Mia KochStichwahl in Wilhermsdorf: Zwei Frauen kämpfen um das Bürgermeisteramt und die Zukunft der Gemeinde
Wilhermsdorf bereitet sich auf Stichwahl um Bürgermeisteramt am 22. März 2026 vor
Die Bürgerinnen und Bürger von Wilhermsdorf entscheiden am 22. März 2026 in einer Stichwahl über die künftige Bürgermeisterin. Zur Auswahl stehen zwei Kandidatinnen: Patrizia Fierus von der CSU und Alexandra Zipfel von der Freien Wählergemeinschaft. Beide haben ihre Visionen für die Zukunft der Gemeinde vorgestellt – mit Schwerpunkten auf Stadtentwicklung, Kinderbetreuung und Finanzplanung.
In den vergangenen fünf Jahren hat sich das Ortszentrum schrittweise verbessert. Die Leerstandsquote bei Ladenlokalen sank von 15 auf 8 Prozent, freie Flächen wurden in Cafés und Büros umgewandelt. Veranstaltungen wie der jährliche Wilhermsdorfer Markt sowie Sanierungsprojekte steigerten die Attraktivität des Gebiets für Einwohner und Besucher gleichermaßen.
Kürzlich beantworteten die beiden Kandidatinnen vier zentrale Fragen zur künftigen Ausrichtung der Kommune. Patrizia Fierus präsentierte ein strukturiertes Verkehrskonzept für das Ortszentrum, das bestehende Unternehmen einbinden und Eigentümer unterstützen soll. Geplant sind unter anderem die Nutzung des kommunalen Fassadenprogramms und von Fördermitteln der Stadtentwicklung, um Modernisierungen anzuregen.
Fierus skizzierte zudem ihren Ansatz zum Ausbau der Ganztagsbetreuung: Sie will die bestehende offene Ganztagsschule nutzen, zusätzliche Kapazitäten in der neuen Grundschule schaffen und mit Nachbargemeinden nach gemeinsamen Lösungen suchen. Bei den Finanzen betonte sie die Notwendigkeit klarer Prioritäten, die Akquise externer Fördergelder sowie langfristige Projekte in regionaler Zusammenarbeit.
Alexandra Zipfel setzt in ihrer Stadtentwicklungsstrategie auf ein einladendes Ortszentrum. Sie möchte die Zusammenarbeit zwischen Unternehmen fördern und Anreize für die Nachnutzung leerstehender Gebäude schaffen. Im Bereich Kinderbetreuung plant sie, den Bau der neuen Grundschule abzuschließen, maximale Fördermittel zu sichern und ein Raumkonzept für die weiterführende Schule zu erarbeiten.
Zipfels Finanzstrategie umfasst gezielte Investitionen, Kosten-Nutzen-Analysen und interkommunale Partnerschaften. Beide Kandidatinnen haben zentrale Projekte benannt: Fierus will eine neue Grundschule bauen, das Wohn- und Gewerbegebiet "West" entwickeln und das Bürgerzentrum fertigstellen. Zipfel priorisiert ebenfalls die neue Schule, den Abschluss des Bürgerzentrums, die Planung eines Hallenbads, die Belebung des Ortskerns sowie die Unterstützung örtlicher Vereine.
Die Stichwahl entscheidet, wer Wilhermsdorfs nächste Entwicklungsphase prägen wird. Die Siegerin übernimmt Verantwortung für Vorhaben wie den Neubau der Grundschule, die Fertigstellung des Bürgerzentrums und die Aufwertung des Ortskerns. Die Bürger erwarten zudem Veränderungen in der Kinderbetreuung, der Haushaltsplanung und der Zusammenarbeit mit umliegenden Gemeinden.
Beide Kandidatinnen haben klare Pläne vorgelegt – die endgültige Entscheidung liegt am 22. März 2026 bei den Wählerinnen und Wählern.






