25 June 2026, 12:02

Spionagevorwürfe gegen CISPA: Wurde deutsches Know-how an China weitergegeben?

Verdacht auf akademische Spionage

Spionagevorwürfe gegen CISPA: Wurde deutsches Know-how an China weitergegeben?

Das CISPA Helmholtz-Zentrum für Informationssicherheit in Saarbrücken sieht sich Vorwürfen ausgesetzt, in wissenschaftliche Spionage zugunsten Chinas verwickelt zu sein. Eine aktuelle Untersuchung des Handelsblatts wirft Fragen zu möglichen Abflüssen sensibler Daten und Fachwissens nach China im Rahmen der Zusammenarbeit mit chinesischen Forschenden auf.

Das Zentrum, das 2019 in die Helmholtz-Gemeinschaft aufgenommen wurde, gerät zunehmend in die Kritik, nachdem Berichte über ungewöhnliche Personalstrukturen bekannt wurden. So bestand eine Forschungsgruppe aus 19 Mitgliedern, von denen 18 chinesischer Herkunft waren. Eine weitere Gruppe setzte sich ausschließlich aus Wissenschaftler:innen aus China zusammen, einige mit Verbindungen zu kritischen Einrichtungen in dem Land.

Michael Backes, der Direktor des Zentrums, verteidigte die Arbeit von CISPA und betonte, es gebe Maßnahmen, um eine Unterwanderung durch chinesische Akteure zu verhindern. Trotz dieser Zusicherungen wurde Backes nun vorläufig von seinen Aufgaben entbunden, während ein unabhängiger Sonderprüfer eine externe Überprüfung durchführt.

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Das Bundesministerium für Bildung und Forschung will abwarten, bis die Ergebnisse des Audits vorliegen, bevor es Stellung bezieht. Unterdessen treibt CISPA seine Pläne voran – darunter den Bau eines neuen Gebäudes für 350 Millionen Euro.

Die Vorwürfe haben zu einer Suspendierung und laufenden Ermittlungen geführt. Ziel der Prüfung ist es, aufzuklären, ob sensible Informationen kompromittiert wurden. Die Reaktion des Ministeriums hängt von den Ergebnissen der Untersuchung ab.

Quelle