06 January 2026, 18:05

Söder lobt US-Operation in Venezuela und kritisiert deutsche „Hysterie“

Eine Frau berührt die Medaille eines Mannes, der vor ihr steht, mit Flaggen im Hintergrund.

Söder lobt US-Operation in Venezuela und kritisiert deutsche „Hysterie“

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder hat die US-Militäroperation in Venezuela gelobt, die zur Ergreifung des Präsidenten Nicolás Maduro geführt hat. Der CSU-Vorsitzende kritisierte zugleich die Reaktion Deutschlands auf das Ereignis als übermäßig emotional. Seine Äußerungen fallen in eine Phase, in der er über die begrenzte Rolle Europas in der globalen Politik nachdenkt.

Söder begrüßte das Vorgehen der USA in Venezuela als einen notwendigen Schritt. Die deutsche Debatte dazu bezeichnete er weitgehend als "beinahe hysterisch" und betonte, der Fokus solle auf Fakten liegen – nicht auf juristischen Diskussionen.

Zudem unterstrich er, dass der Einfluss Europas auf der weltpolitischen Bühne nach wie vor schwach sei. Echte europäische Einheit entstehe laut Söder erst, wenn sich die Haltung der Menschen ändere – und nicht allein durch Institutionen. Er hob die Bedeutung offener Grenzen hervor, die es Ideen und Menschen ermöglichen sollten, sich frei über den Kontinent zu bewegen.

In denselben Stellungnahmen lobte Söder Bundeskanzler Friedrich Merz als zentrale Figur in der Gestaltung der Beziehungen zu US-Präsident Donald Trump. Merz’ Führung könnte Europa seiner Meinung nach helfen, die komplexen Beziehungen zu Washington zu steuern.

Söders Aussagen unterstreichen seine Überzeugung, dass Europa seinen Umgang mit globalen Herausforderungen neu denken muss. Die Operation in Venezuela sieht er als Anlass, sich auf praktische Ergebnisse statt auf juristische Streitigkeiten zu konzentrieren. Gleichzeitig signalisieren seine Worte Unterstützung für Merz’ diplomatische Rolle in den transatlantischen Beziehungen.