08 January 2026, 16:06

Söder fordert längere Arbeitszeiten und strengere Migrationsregeln für Deutschlands Zukunft

Ein Auto ist in der Mitte des Bildes mit Pfählen und Bäumen drumherum, ein Gebäude und weitere Fahrzeuge im Hintergrund und ein Gehweg unten.

Söder fordert längere Arbeitszeiten und strengere Migrationsregeln für Deutschlands Zukunft

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder hat weitreichende Sozial- und Arbeitsmarktreformen gefordert, um die alternde Bevölkerung Deutschlands zu bewältigen. In einer Stellungnahme zu Migration und Arbeitszeiten rief er die SPD auf, sich wieder stärker an den traditionellen Interessen ihrer Arbeiterklasse-Wählerschaft zu orientieren.

Zu seinen Vorschlägen gehören strengere Migrationsregeln und eine Verlängerung der Wochenarbeitszeit – teilweise nach Schweizer Vorbild.

Söder kritisierte die SPD dafür, den Kontakt zu ihrer Kernklientel verloren zu haben. Viele Arbeiterwähler in Bayern unterstützten mittlerweile die CSU oder in einigen Regionen sogar die AfD, so der Ministerpräsident. Er regte an, die Partei solle sich bei früheren Reformen wie der Agenda 2010 Inspiration holen.

In der Migrationsfrage bezog Söder eine klare Position: Wer arbeiten wolle, sei willkommen, wer sich verweigere, müsse das Land verlassen. Sonderregelungen für Arbeitszeiten von Migranten lehnte er ab. Stattdessen plädierte er dafür, dass alle Arbeitnehmer mehr leisten – und schlug eine zusätzliche Wochenstunde vor. Um den Herausforderungen einer alternden Gesellschaft zu begegnen, forderte er bessere Pflegesysteme sowie eine stärkere Nutzung medizinischer und technologischer Fortschritte. Die Schweiz führte er als Beispiel an, dass längere Arbeitszeiten funktionieren können, und präsentierte die Änderung als pragmatische Lösung für demografische Probleme.

Söders Konzept verbindet strengere Migrationspolitik mit einer Ausweitung der Arbeitszeiten – mit dem Ziel, Deutschlands wirtschaftliche Zukunft zu sichern. Die SPD hat sich bisher nicht geäußert, doch seine Äußerungen unterstreichen den wachsenden Druck, Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik an den Wandel der Bevölkerungsstruktur anzupassen.