Slowenischer Skiverband protestiert gegen Zajcs Disqualifikation wegen Anzugs in Garmisch-Partenkirchen
Mia KochSlowenischer Skiverband protestiert gegen Zajcs Disqualifikation wegen Anzugs in Garmisch-Partenkirchen
Der Slowenische Skiverband hat beim Internationalen Skiverband (FIS) offiziellen Protest gegen die Disqualifikation von Timi Zajc beim Vier-Schanzen-Turnier eingelegt. Gorazd Pogorelcnik, der Leiter des slowenischen Skispringens, betont, dass der Anzug des Athleten vor seinem Sprung in Garmisch-Partenkirchen den offiziellen Vorschriften entsprochen habe. Streitpunkt ist der Zeitpunkt und die Art der Vermessung des Anzugs.
Zajc wurde doppelt disqualifiziert, nachdem Funktionäre festgestellt hatten, dass sein Anzug die zulässigen Größengrenzen überschritten hatte. Das slowenische Team argumentiert, der Sportler sei vor dem Sprung vermessen worden – und nicht, wie im Regelwerk vorgesehen, im Anschluss daran. Pogorelcnik behauptet, dass diese Abweichung im Ablauf direkt zur Strafe geführt habe.
Der Streit eskalierte, als Zajc auf Instagram veröffentlichte, er habe seinen Anzug nach dem Wettbewerb in Oberstdorf gedehnt. Diese Aussage soll die Offiziellen dazu veranlasst haben, das Vermessungsverfahren in Garmisch anzupassen. Pogorelcnik hält dagegen, dass sich jeder Anzug unter verschiedenen Bedingungen anders verhalte, und weist die Behauptung zurück, alle Athleten seien denselben Gegebenheiten ausgesetzt. Zudem verwies er auf äußere Einflüsse wie Wetter oder natürliche Abnutzung, die die Maße des Anzugs verändert haben könnten. Der Verband fordert nun eine Überprüfung der FIS-Entscheidung und steht uneingeschränkt hinter Zajcs Einhaltung der Regeln.
Mit dem Protest wird die Vorgehensweise des FIS bei der Anzugkontrolle während des Turniers infrage gestellt. Sollte der Einspruch Erfolg haben, könnte dies Auswirkungen auf künftige Inspektionen haben. Bis auf Weiteres bleibt Zajcs Disqualifikation bestehen, während der Verband auf eine offizielle Stellungnahme wartet.