30 December 2025, 14:04

Skandal in Regensburg: Justizbeamtin soll Drogen und Handys ins Gefängnis geschmuggelt haben

Ein Mann steht mit einem Handy in der Hand und trägt eine Tasche, während Schilder mit Text, Geschäfte, Lichter und Papiere mit Text im Hintergrund zu sehen sind.

Handys und Drogen in Haft geschmuggelt? Beamte in Haft - Skandal in Regensburg: Justizbeamtin soll Drogen und Handys ins Gefängnis geschmuggelt haben

In Regensburg wurde eine Justizvollzugsbeamtin festgenommen, die unter dem Verdacht steht, Mobiltelefone und Drogen in die Justizvollzugsanstalt Regensburg geschmuggelt zu haben. Der Fall umfasst Bestechungsvorwürfe und hat zu Ermittlungen gegen neun Personen geführt, darunter Häftlinge und Gefängnismitarbeiter.

Die Vorwürfe kamen ans Licht, nachdem der Anstaltsleiter Hinweise auf illegale Machenschaften innerhalb der Einrichtung gemeldet hatte.

Der Leiter der Justizvollzugsanstalt hatte bereits im Oktober den Verdacht auf Schleichhandel mit verbotenen Waren geäußert. Dies führte zu einer offiziellen Strafanzeige und einer umfassenden Untersuchung. Bis November 2025 hatten die Behörden Beweise sichergestellt, die mehrere Personen mit dem kriminellen Netzwerk in Verbindung bringen.

Bei Durchsuchungen des Autos und der Wohnung der Verdächtigen fanden die Ermittler 24 Mobiltelefone, SIM-Karten und kleinere Mengen an Betäubungsmitteln. Die Ware soll demnach von einer Mitarbeiterin in Paketen ins Gefängnis geschmuggelt worden sein. Die inhaftierte Beamtin, eine 33-jährige Frau, sitzt nun in Untersuchungshaft und muss sich wegen der Vorwürfe verantworten.

Die Ermittlungen wurden inzwischen auf zwei weitere Gefängnisangestellte, fünf Häftlinge sowie zwei zusätzliche Verdächtige ausgeweitet – einen 39-jährigen Inhaftierten und einen 47-jährigen Justizvollzugsbeamten. Alle stehen unter dem Verdacht, in die Schmuggelaktivitäten verwickelt zu sein.

Der Fall hat ein ganzes Netzwerk illegaler Machenschaften innerhalb der Justizvollzugsanstalt Regensburg aufgedeckt. Neun Personen müssen sich nun wegen des Verdachts auf Bestechung, Drogenhandel und Einschleusen verbotener Geräte verantworten. Die festgenommene Beamtin bleibt bis auf Weiteres in Untersuchungshaft, während die Ermittlungen andauern.