"Scientology-Speedrun"-Trend erreicht Berlin – Polizei warnt vor Hausfriedensbruch
Mia Koch"Scientology-Speedrun"-Trend erreicht Berlin – Polizei warnt vor Hausfriedensbruch
Ein umstrittene TikTok-Trend hat Deutschland erreicht, nachdem eine Berliner Bloggerin in Charlottenburg einen „Scientology-Speedrun“ in einer Kirche organisiert hatte. Bei der Challenge stürmen Teilnehmer so weit wie möglich in Gebäude der Scientology-Bewegung, bis sie von Sicherheitskräften gestoppt werden. Die Polizei hat die Organisatorin nun vor möglichen rechtlichen Konsequenzen wegen Hausfriedensbruchs gewarnt.
Der Trend begann in den USA, wo junge Leute Scientology-Zentren stürmen, die Etagen wie Level in einem Videospiel behandeln und Sicherheitskräfte als Hindernisse betrachten. Einige amerikanische Niederlassungen haben bereits ihre Sicherheitsvorkehrungen verschärft.
In Deutschland fand der erste dokumentierte Versuch in der Scientology-Mission an der Otto-Suhr-Allee statt. Die Organisatorin, die online als @larahertha bekannt ist, filmte die Aktion und teilte sie in den sozialen Medien. Nach deutschem Recht gelten solche Eindringversuche als Hausfriedensbruch, der mit Geldstrafen oder sogar bis zu einem Jahr Haft bestraft werden kann.
Scientology, die in Deutschland etwa 3.600 Mitglieder zählt, strebt danach, ihre Lehren zu verbreiten und einen „Clear“ zu erschaffen – einen durch ihre Methoden „vollendeten“ Menschen. Die Organisation hat sich zu dem Trend bisher nicht geäußert.
Seit dem Vorfall in Berlin schlagen Kommentatoren unter @laraherthas Beitrag vor, als nächstes den Bundestag ins Visier zu nehmen.
Die Challenge wirft Fragen zur Sicherheit und zu rechtlichen Folgen auf. Da Hausfriedensbruch in Deutschland mit Strafen oder Haft geahndet wird, riskieren Teilnehmer empfindliche Konsequenzen. Gleichzeitig könnten Scientology-Zentren mit weiteren Störungen rechnen, sollte sich der Trend fortsetzen.






