Schaeffler senkt Gewinnprognose wegen hoher Kosten und Technologieinvestitionen
Greta KleinSchaeffler senkt Gewinnprognose wegen hoher Kosten und Technologieinvestitionen
Schaeffler gibt Gewinnwarnung wegen steigender Kosten und hoher Investitionen in neue Technologien heraus
Die Meldung des Automobilzulieferers Schaeffler hat die Branche erschüttert: Aufgrund wachsender Kostendrucks und massiver Investitionen in zukunftsweisende Technologien musste das Unternehmen seine Gewinnprognose nach unten korrigieren. Die gesamte Zuliefererindustrie leidet unter knapper werdenden Budgets und dem rasanten Wandel in der Automobilbranche.
Statt der ursprünglich angestrebten vorläufigen Gewinnmarge von 13 Prozent vor Steuern erwartet Schaeffler für das Jahr 2017 nun nur noch 11 bis 12 Prozent. Konzernchef Klaus Rosenfeld räumte ein, dass das Unternehmen die Preisdruck der Automobilhersteller nicht mehr allein durch Kostensenkungen in der Produktion auffangen könne. Besonders belastend wirken sich dabei die strengen Sparmaßnahmen von Volkswagen aus, die die finanzielle Situation der Zulieferer zusätzlich verschärfen.
Im Jahr 2016 stammten nahezu 43 Prozent der Automotive-Umsätze von Schaeffler aus dem Bereich Getriebesysteme, weitere 25,6 Prozent aus Motorkomponenten. Beide Segmente stehen vor tiefgreifenden Umbrüchen, da die Branche zunehmend auf Elektromobilität und autonomes Fahren setzt. Die notwendigen Großinvestitionen in diese Technologien verstärken die finanzielle Belastung zusätzlich.
Während andere große Zulieferer wie Continental und Hella betonen, die Kostendruck im Rahmen ihrer regulären Geschäftsaktivitäten bewältigen zu können, bestätigt ein Branchenkenner, dass die gesamte Zulieferindustrie mit der Doppbelastung aus steigenden Kosten und der Mobilitätswende zu kämpfen hat. Der Markt reagierte prompt auf die Warnung von Schaeffler – mit spürbaren Auswirkungen auf den gesamten Sektor.
Die korrigierte Gewinnprognose des Unternehmens spiegelt die grundsätzlichen Herausforderungen der Automobil-Zuliefererkette wider: Die Branche muss steigende Ausgaben mit der Notwendigkeit vereinen, in neue Technologien zu investieren – während traditionelle Einnahmequellen wegbrechen. Schaefflers Situation unterstreicht die finanzielle Belastung, die mit der Anpassung an eine sich radikal wandelnde Industrie einhergeht.






