Salzgitter blockiert Tiny Houses – warum der Stadtrat den Antrag ablehnte
Leon SchröderSalzgitter blockiert Tiny Houses – warum der Stadtrat den Antrag ablehnte
Ein Antrag zur Einführung von Tiny Houses in Salzgitter wurde diese Woche vom Stadtrat deutlich abgelehnt. Der von der DiBo-Gruppe eingebrachte Vorschlag zielte darauf ab, es älteren Bürgern zu erleichtern, in kleinere Wohnformen umzuziehen. Bei der Sitzung am Mittwoch stimmten nur zwei Ratsmitglieder dafür.
Die DiBo-Gruppe – angeführt von den ehemaligen AfD-Politikern Thomas Disselhof und Jörg Bogun – hatte gefordert, Tiny Houses in die Bauleitplanung Salzgitters aufzunehmen. Ihr Antrag sah klare Regelungen vor, wo und wie diese kleinen Häuser errichtet werden könnten. Sie argumentierten, dass solche Wohnformen Senioren eine praktische, barrierefreie Alternative zu teuren Gebäudesanierungen bieten würden.
Die Gruppe schlug zudem vor, dass ältere Bewohner größere Immobilien an junge Familien verkaufen könnten, um so die Belastung für den städtischen Pflegeetat zu verringern. Tiny Houses, so ihre These, würden altersgerechtes Wohnen ermöglichen, ohne dass hohe öffentliche Ausgaben nötig wären.
Trotz dieser Argumente lehnte der Rat den Antrag mit großer Mehrheit ab. Gründe für die Ablehnung wurden nicht genannt.
Mit dem gescheiterten Antrag bleiben Tiny Houses vorerst nicht Teil der städtischen Planungen in Salzgitter. Ohne weitere Debatte wird es keine Anpassung der Bauvorschriften geben, um solche Häuser zuzulassen. Der Vorstoß der DiBo-Gruppe bleibt damit der einzige jüngere Versuch, in der Region bezahlbare Wohnalternativen für ältere Menschen zu schaffen.






