08 June 2026, 06:02

Rheinmetall verkauft Power-Systems-Sparte für 350 Millionen Euro an AEQUITA

Rheinmetall verkauft zivile Sparte, um sich auf Verteidigung zu konzentrieren

Rheinmetall verkauft Power-Systems-Sparte für 350 Millionen Euro an AEQUITA

Rheinmetall verkauft zivile Power-Systems-Sparte für vorläufig 350 Millionen Euro an AEQUITA

Der Rüstungskonzern Rheinmetall hat sich mit der privaten Beteiligungsgesellschaft AEQUITA auf den Verkauf seiner zivilen Division Power Systems für vorläufig 350 Millionen Euro geeinigt. Der Deal markiert einen weiteren Schritt in der strategischen Neuausrichtung des Unternehmens hin zu defensiv ausgerichteten Geschäften. Allein im vergangenen Jahr erzielte die Sparte einen Umsatz von rund 2 Milliarden Euro und beschäftigte etwa 6.250 Mitarbeiter.

Zum Verkaufspaket gehört der Großteil des Automobilzuliefergeschäfts von Rheinmetall, das unter den bestehenden Marken weitergeführt wird. Die bekannten Namen Pierburg, Kolbenschmidt und Motorservice bleiben erhalten, während AEQUITA die vollen Markenrechte übernimmt. Der Käufer plant, die Division als eigenständiges Unternehmen zu führen und damit den Umsatz im Automobilsegment auf etwa 5 Milliarden Euro zu steigern.

Nicht alle Vermögenswerte wechseln jedoch den Besitzer: Drei deutsche Standorte des Gemeinschaftsunternehmens KS Huayu AluTech verbleiben bei Rheinmetall. Zudem behält das Unternehmen die Dermalog SensorTec sowie das spanische Werk von Pierburg S.A. in Abadiano.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Rheinmetall-Chef Armin Papperger bezeichnete die Transaktion als „wichtigen Meilenstein“ für das Unternehmen. Der Verkauf reiht sich in eine Serie von Desinvestitionen ein, zu denen auch der Abstoß der Geschäfte mit Groß- und Kleinbohrungs-Kolben in den Jahren 2023 und 2024 zählte. Der Abschluss des Deals steht noch unter dem Vorbehalt behördlicher Genehmigungen und finaler Anpassungen; die endgültige Abwicklung wird für Ende 2026 erwartet.

Sobald der Verkauf vollzogen ist, geht ein erheblicher Teil des Automobilgeschäfts von Rheinmetall an AEQUITA über. Die rund 6.250 Mitarbeiter der Sparte bleiben unter neuer Führung im Unternehmen. Durch die Übernahme wird AEQUITA seine Umsätze im Automobilbereich deutlich ausbauen.

Quelle