25 June 2026, 22:02

Revolutionäres Hochstrom-Ladesystem macht E-Lkw in 15 Minuten fahrbereit

MAN erreicht erstmals 3000 Ampere im 'Nefton'-Projekt

Revolutionäres Hochstrom-Ladesystem macht E-Lkw in 15 Minuten fahrbereit

Ein neues Hochstrom-Ladesystem für batteriebetriebene Nutzfahrzeuge wurde erfolgreich getestet. Die Technologie, die bis zu 3.000 Ampere liefern kann, könnte die Ladezeiten von Schwerlast-Lkw deutlich verkürzen. Federführend bei dem Projekt war MAN Truck & Bus gemeinsam mit mehreren Forschungspartnern.

Die Tests fanden in Einrichtungen der Technischen Universität München und des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme (ISE) in Freiburg statt. Das System hielt einen stabilen Strom von 3.000 Ampere aufrecht und ermöglichte so Ladeleistungen von bis zu drei Megawatt. Damit könnte ein Elektro-Lkw in nur 10 bis 15 Minuten genug Energie für eine Reichweite von 400 Kilometern auftanken.

Wesentliche Komponenten wurden für das Megawatt-Laden neu konstruiert, darunter optimierte Strompfade sowie flüssigkeitsgekühlte Kabel, Stecker und Verteiler. Auch Schütze und Trennvorrichtungen wurden so entwickelt, dass sie hohe Schaltleistungen bewältigen und gleichzeitig strenge Sicherheitsstandards erfüllen.

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An dem Forschungskonsortium beteiligten sich MAN Truck & Bus, AVL, die Technische Universität München, das Fraunhofer ISE, Prettl Electronics Automotive, das Forschungszentrum für Energiewirtschaft und die Technische Hochschule Deggendorf. Die Versuche lieferten Daten zu thermischem Verhalten, Schaltkomponenten, Kühlsystemen und Sicherheitsarchitektur. Die Förderung erfolgte durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz, unterstützt durch die Projektträgerin DLR.

Der erfolgreiche Test zeigt das Potenzial des Hochleistungsladens, die Nutzung von Nutzfahrzeugen zu revolutionieren. Mit deutlich verkürzten Ladezeiten könnten batteriebetriebene Lkw für den Fernverkehr deutlich praxistauglicher werden. Die Erkenntnisse des Projekts fließen nun in die weitere Entwicklung der Technologie ein.

Quelle