13 June 2026, 16:02

Reul attackiert Fußballvereine: Zu lasch gegen Stadionrowdys und Ultra-Fans

Reul kritisiert Fußballclubs bei der Bewältigung von Stadiongewalt

Reul attackiert Fußballvereine: Zu lasch gegen Stadionrowdys und Ultra-Fans

Nordrhein-Westfalens Innenminister Herbert Reul kritisiert Fußballvereine wegen ihres Umgangs mit Stadionrowdys. Er wirft den Clubs vor, trotz verstärkter Überwachung in den Arenen weiterhin zu zögern, wenn es um die Ahndung von Vorfällen geht. Die Verzögerungen bei der Aufarbeitung solcher Fälle seien ein ernsthaftes Problem, so Reul.

Laut dem Minister zögerten Vereine oft, gegen Störfaktoren vorzugehen, aus Angst vor Reaktionen der eigenen Ultra-Fans. Zudem würden die zwar stark überwachten Stadien Täter nicht schnell genug identifizieren und zur Verantwortung ziehen.

Reul lehnt die Idee ab, dass Vereine die Polizei privat finanzieren sollten. Es sei unverständlich, dass überhaupt über die Kosten diskutiert werde. Sicherheit in Stadien sei eine staatliche Aufgabe und keine finanzielle Belastung für Fußballorganisationen, betont er.

Als Lösung schlägt der Minister vor, Vereine zu bestrafen, die Verfahren unnötig in die Länge ziehen. Falls nötig, befürwortet er sogar neue Gesetze, um dies durchzusetzen. Reuls Vorschläge zielen darauf ab, schneller gegen Stadionrowdys vorzugehen. Seine Haltung unterstreicht die Notwendigkeit klarer Verantwortlichkeiten und schärferer Maßnahmen in der Fußballverwaltung. Im Mittelpunkt steht dabei eine beschleunigte Strafverfolgung und die Gewährleistung der Sicherheit in den Stadien.

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