08 June 2026, 20:02

Renault revolutioniert sein Logistiknetz gegen globale Lieferketten-Krisen

Renault geht einen rationalen Ansatz bei der Neugestaltung des Logistiknetzwerks

Renault revolutioniert sein Logistiknetz gegen globale Lieferketten-Krisen

Renault baut sein Logistiknetzwerk grundlegend um, um die Kosten bei Zulieferern zu senken und die Flexibilität zu erhöhen. Der Schritt erfolgt vor dem Hintergrund globaler Instabilität, die Autokonzern dazu zwingt, ihre Beschaffungsstrategien für Bauteile neu zu überdenken. Steigende Energiepreise und anhaltende Störungen in den Lieferketten haben die Dringlichkeit dieser Änderungen weiter verstärkt.

Auf der Automotive Logistics and Supply Chain Europe-Konferenz in München wies Jean-François Salles, bei Renault globaler Vizepräsident für die Lieferkette, auf die wachsenden Herausforderungen der Branche hin. Hohe Energiekosten, ungleichmäßige Nachfrage und angespannte Logistikkapazitäten setzen die ohnehin schmalen Gewinnmargen zusätzlich unter Druck. Störungen in chinesischen Seehafen-Drehkreuzen, insbesondere in Shanghai, haben zudem die Verwundbarkeit globaler Lieferketten offenbart.

Renault setzt nun auf Regionalisierung und Effizienzsteigerung, um Risiken zu verringern. Das Unternehmen plant, die Sicherheitsbestände zu erhöhen und stärker in die Sicherstellung eines kontinuierlichen Komponentenflusses zu investieren. Zudem werden digitale Tools eingeführt, um Lieferungen präziser zu verfolgen und den Bedarf an Vorprodukten besser vorherzusagen.

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Die Sales and Operations Planning (S&OP) ist für Renault mittlerweile unverzichtbar, um sich schnell anpassen zu können. Ziel ist es, die Rentabilität zu sichern – trotz kürzerer Produktionszyklen und unberechenbarer Nachfrage.

Mit der Neugestaltung des Logistiknetzwerks strebt Renault eine widerstandsfähigere Lieferkette an. Durch den Fokus auf digitale Lösungen, lokale Beschaffung und höhere Sicherheitsbestände will das Unternehmen die anhaltenden globalen Störungen abfedern. Diese Maßnahmen spiegeln einen branchenweiten Wandel wider, bei dem Stabilität und Kostenkontrolle weiterhin entscheidend bleiben.

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