"Radikale Freundlichkeit": Warum wir Ärger in Dankbarkeit verwandeln sollten
Greta Klein"Radikale Freundlichkeit": Warum wir Ärger in Dankbarkeit verwandeln sollten
Ein neues Buch mit dem Titel *„Radikale Freundlichkeit“ schlägt einen frischen Umgang mit alltäglichen Frustrationen vor. Die Autorin regt an, auf Ärgernisse nicht mit Wut, sondern mit Freundlichkeit zu reagieren. Diese Idee geht so weit, Selbstkritik durch sanftere – oder gar humorvolle – Alternativen zu ersetzen.**
Das Buch nutzt kulturelle Eigenheiten, um seine These zu veranschaulichen. Die Österreicher:innen verfügen beispielsweise über mehr als 50 Wörter für „Idiot“, darunter „Dodel“, „Wappler“ oder „Vollkoffer“. Ähnlich unterscheiden Isländer:innen über 50 Begriffe für verschiedene Schneearten. Solche sprachlichen Feinheiten zeigen, wie Menschen ihre Umwelt kategorisieren und auf sie reagieren.
Die Autorin vergleicht das österreichische Fluchen zudem mit einer Energiequelle oder einer Form von Yoga. Selbst langsame Fahrer:innen auf der Südautobahn werden als belebend wahrgenommen – wie ein koffeinfreies Energydrink. Das Buch ermutigt dazu, Menschen für kleine Unannehmlichkeiten zu danken, etwa wenn sie den letzten Parkplatz wegschnappen oder die Schlange in der Bäckerei verlängern.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Selbstfreundlichkeit. Statt sich selbst zu beleidigen, schlägt die Autorin vor, spielerische Bezeichnungen wie „kognitiver Minimalist“ zu verwenden.
Praktische Strategien helfen dabei, Ärger umzudeuten. Das Buch wirbt dafür, Quellen der Verärgerung mit Geduld und Humor zu begegnen – mit dem Ziel, Stress abzubauen und im Alltag eine freundlichere Grundhaltung zu kultivieren.






