Puma kämpft um Überleben: Aktiensturz und Milliardenverluste erschüttern den Sportriese
Mia KochPuma kämpft um Überleben: Aktiensturz und Milliardenverluste erschüttern den Sportriese
Sportartikelhersteller Puma steckt in schweren finanziellen Turbulenzen
Zum Jahresende 2024 sieht sich der Sportartikelhersteller Puma mit ernsten finanziellen Problemen konfrontiert. Das Unternehmen meldet rückläufige Umsätze, hohe Verluste und einen deutlichen Einbruch des Aktienkurses. Investoren beobachten nun gespannt, wie es der Marke gelingt, die Finanzen zu stabilisieren.
Die volle Tragweite der Krise zeigte sich in den Zahlen des dritten Quartals: Der um Währungseffekte bereinigte Umsatz sank um 10,4 %, während das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) um über 80 % einbrach. Puma warnt, dass der Jahresumsatz 2025 im niedrigen zweistelligen Prozentbereich zurückgehen könnte – bei einem erwarteten operativen Verlust für den Zeitraum.
Um die Liquiditätsengpässe zu überwinden, hat Puma frisches Kapital in Höhe von 608 Millionen Euro beschafft. Dazu gehören eine von Santander garantierte Überbrückungskreditlinie über 500 Millionen Euro sowie zusätzliche Kreditfazilitäten im Wert von 108 Millionen Euro. Gleichzeitig treibt das Unternehmen einen umfassenden Restrukturierungsplan voran: Bis Ende 2026 sollen 900 Verwaltungsstellen abgebaut und 2025 rund 250 Millionen Euro in eine strategische Neuausrichtung investiert werden.
Die Märkte reagieren gnadenlos. Seit Januar hat Pumas Aktie 51 % ihres Wertes verloren und notiert derzeit bei nur noch 21,55 Euro. Zusätzlichen Druck übt der französische Hedgefonds Capital Fund Management aus, der kürzlich eine Leerverkaufsposition von 0,50 % gegen die Puma-Aktie eröffnete.
Trotz der frischen Liquidität bleibt die finanzielle Zukunft des Unternehmens ungewiss. Puma setzt auf drastische Kostensenkungen und eine strategische Neuaufstellung, um die Wende zu schaffen. Ob diese Maßnahmen ausreichen, um den Umsatzrückgang auszugleichen und das Vertrauen der Investoren zurückzugewinnen, wird sich zeigen müssen.