17 June 2026, 18:07

Proteste gegen Kushners Luxusressort bedrohen Albaniens Wildfluss-Nationalpark

Die Kushner-Israel-Verbindung hinter der 'Flamingo-Revolution' in Albanien

Proteste gegen Kushners Luxusressort bedrohen Albaniens Wildfluss-Nationalpark

Albanien hat kürzlich internationale Aufmerksamkeit auf sich gezogen – und zwar wegen eines umstrittenen Resort-Projekts. Demonstranten, die auf einer Insel mit rosa Flamingo-Attrappen protestieren, haben die Sorgen um die Tierwelt im ersten Wildfluss-Nationalpark Europas in den Fokus gerückt. Im Mittelpunkt des Streits steht ein Unternehmen mit Verbindungen zu Jared Kushner, dem die albanische Regierung einen Sonderstatus eingeräumt hat.

Jared Kushner, der Schwiegersohn des ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump, plant ein Milliardenprojekt für ein Luxusressort auf einer geschützten Insel im Vjosa-Narta-Delta. Seine Investmentfirma Affinity Partners, die ursprünglich gegründet wurde, um die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Israel und arabischen Staaten zu stärken, erhielt von der Regierung unter Ministerpräsident Edi Rama den Status eines „strategischen Investors“ – und kann damit Umweltprüfungen umgehen.

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Das Vorhaben hat Proteste ausgelöst, Kritiker warnen vor Schäden für die heimische Tierwelt. Ramas Regierung steht zudem wegen ihrer Verbindungen zur Mujahedin-e-Chalq (MEK), einer iranischen Exilgruppe mit Sitz in Albanien, in der Kritik. Der Ministerpräsident wirft dem Iran vor, die Proteste zu schüren, und nutzt die MEK als Druckmittel gegen Teheran.

Albanien, ein kleines Balkanland an der Adria, passt in Israels „Peripherie-Strategie“, die auf die Stärkung von Bündnissen mit nicht-arabischen Staaten abzielt. Die EU könnte darauf mit Forderungen nach mehr Transparenz und einer stärkeren Rechtsstaatlichkeit reagieren.

Das Resort-Projekt wirft sowohl ökologische als auch politische Fragen auf. Die Entscheidung der albanischen Regierung, das Vorhaben ohne umfassende Prüfungen zu beschleunigen, stößt auf scharfe Kritik. Internationale Beobachter verfolgen nun gespannt, wie die EU und die lokalen Behörden mit dem Konflikt umgehen werden.

Quelle