21 January 2026, 18:05

Private Bahnbetreiber attackieren Deutsche Bahn wegen chaotischer Bauplanung in Bayern

Ein aufgeschlagenes Buch mit einer detaillierten Zeichnung einer Eisenbahnschiene, umgeben von Text, das einen Überblick über das Eisenbahnsystem gibt.

Privater Schienenverkehr kritisiert die Baustellenmanagement von DB - Private Bahnbetreiber attackieren Deutsche Bahn wegen chaotischer Bauplanung in Bayern

Private Bahnbetreiber in Südostbayern üben scharfe Kritik an Bauplanung der Deutschen Bahn

Die privaten Eisenbahnunternehmen Westbahn und Bayerische Regiobahn (BRB) werfen der Deutschen Bahn vor, durch chaotische Planung, mangelnde Kommunikation und unzuverlässige Zeitpläne die Bahninfrastruktur in Südostbayern zu gefährden. Die Vorwürfe kommen zu einem Zeitpunkt, an dem umfangreiche Gleissanierungen bis 2028 andauern sollen – mit weiteren Einschränkungen für den Fahrgast- und Güterverkehr.

Thomas Posch, Geschäftsführer der Westbahn, und Arnulf Schuchmann, Vorstandsvorsitzender der BRB, zeigen sich tief verärgert über die Deutsche Bahn und deren Infrastrukturtochter DB InfraGo. Sie kritisieren kurzfristige Planänderungen, unklare Zuständigkeiten und fehlende Abstimmung als zentrale Hindernisse. Die beiden Manager fordern nun drei konkrete Maßnahmen: längere Vorlaufzeiten für die Planung, ein Ende spontaner Umstellungen sowie eine klarere Aufgabenteilung zwischen Deutscher Bahn und DB InfraGo.

Unterstützung erhalten die Unternehmen von der Bayerischen Eisenbahngesellschaft (BEG), die bestätigt, dass auch andere regionale Betreiber ähnliche Probleme sehen. Die Rückendeckung der BEG unterstreicht, dass die Missstände flächendeckend in Bayern auftreten. Schuchmann fordert zudem rasches politisches Handeln, um die anhaltenden Defizite zu beheben, bevor sich die Lage weiter zuspitzt. Angesichts der für die kommenden vier Jahre geplanten Großbaustellen auf wichtigen Strecken warnen beide Betreiber, dass zahlreiche drängende Fragen noch ungeklärt sind. Die bereits jetzt spürbaren Behinderungen im Personen- und Güterverkehr wecken Befürchtungen, dass ohne baldige Verbesserungen langfristige Instabilität droht.

Die Kritik von Westbahn, BRB und BEG setzt die Deutsche Bahn unter Zugzwang, ihre Bauplanung grundlegend zu reformieren. Ohne Kurskorrektur könnten die anstehenden Sanierungen zu anhaltenden Betriebsstörungen und weiter wachsender Unzufriedenheit bei den Eisenbahnunternehmen führen. Die Forderungen nach politischem Eingreifen deuten darauf hin, dass der Konflikt längst über interne Unternehmensdebatten hinausgewachsen ist.