Ostallgäu startet Kampagne für mehr Sicherheit auf Feld- und Waldwegen
Lotta SchneiderOstallgäu startet Kampagne für mehr Sicherheit auf Feld- und Waldwegen
"Rücksicht schafft freien Weg": Neue Kampagne für mehr Sicherheit auf gemeinsamen ländlichen Wegen im Ostallgäu
Im Landkreis Ostallgäu ist die Initiative "Rücksicht schafft freien Weg" gestartet, um die Sicherheit auf gemeinsam genutzten Feld- und Waldwegen zu verbessern. Unterstützt von der örtlichen Tourismusbehörde und dem Bayerischen Bauernverband, soll das Projekt die Zusammenarbeit zwischen Landwirten, Forstleuten und Freizeitnutzern fördern. Erste Schilder und Markierungen sind bereits in der Nähe des Schwaltenweiher-Sees in Goldhasen aufgestellt worden.
Im Mittelpunkt der Aktion stehen schmale Feldwege, auf denen sich landwirtschaftliche Fahrzeuge und Erholungssuchende häufig begegnen. Bodenmarkierungen und Hinweisschilder sollen künftig zeigen, wie sich Fußgänger, Radfahrer oder Spaziergänger verhalten sollten, wenn sie auf Traktoren, Holztransporter oder andere Landmaschinen treffen. Landwirt Xaver Paulsteiner betonte, dass gegenseitige Aufmerksamkeit entscheidend sei, um gefährliche Situationen zu vermeiden.
Maria Rita Zinnecker, Landrätin und Vorsitzende des Tourismusverbandes, unterstrich die Bedeutung der Kampagne für die Konfliktvermeidung. Freizeitnutzer werden aufgefordert, bei Bedarf Platz zu machen, um Arbeitsfahrzeugen eine sichere Durchfahrt zu ermöglichen. Die ersten sichtbaren Maßnahmen wurden in der Gemeinde Rückholz umgesetzt; weitere sollen in stark frequentierten ländlichen Gebieten folgen.
Bisher gibt es keine Berichte über ähnliche Pilotprojekte in anderen bayerischen Regionen. Die Initiative bleibt vorerst ein lokales Vorhaben, um die Interessen von Landwirtschaft, Forstwirtschaft und Naturliebhabern in Einklang zu bringen.
Ziel ist es, durch klare Beschilderung und Öffentlichkeitsarbeit verbindliche Regeln für die gemeinsame Nutzung der Wege zu schaffen. Sowohl Landwirte als auch Touristen müssen sich auf das neue System einstellen. Die Organisatoren hoffen, dass die Maßnahmen Unfälle reduzieren und das Miteinander der verschiedenen Wegnutzer verbessern werden.






