24 June 2026, 06:03

Oberasbach verdoppelt Wassergebühren ab Oktober 2026 – was Haushalte jetzt wissen müssen

Wasserpreis-Explosion: Wasserrechnungen in Oberasbach verdoppeln sich fast

Oberasbach verdoppelt Wassergebühren ab Oktober 2026 – was Haushalte jetzt wissen müssen

Oberasbacher Haushalte müssen ab 1. Oktober 2026 mit drastisch höheren Wassergebühren rechnen. Der Stadtrat steht vor der Abstimmung über eine neue Satzung, die das veraltete Regelwerk von 1995 ablösen und aktuelle rechtliche Vorgaben erfüllen soll.

Die Wasserpreise werden sich nahezu verdoppeln: Der Verbrauchspreis steigt von 2,08 Euro auf 4,12 Euro pro Kubikmeter. Zudem führt die Stadt ab 1. Juli 2026 einen „Wassercent“-Zuschlag von 10 Cent pro Kubikmeter ein, um Maßnahmen zum Gewässerschutz zu finanzieren. In die neu berechneten Gebühren fließt auch eine Kapitalverzinsung von 2 Prozent auf die Investitionen in die Wasserinfrastruktur ein.

Hintergrund der Erhöhung ist ein Finanzierungsloch von 2,1 Millionen Euro, das sich in den vergangenen vier Jahren aufgetan hat und bis September 2030 geschlossen werden muss. Steigende Instandhaltungskosten – unter anderem durch häufigere Rohrbrüche – belasten den Haushalt zusätzlich. Zudem hat Oberasbach die Verantwortung für Hausanschlussleitungen übernommen, was die Ausgaben weiter in die Höhe treibt.

Die neue Satzung soll am 1. Oktober 2026 in Kraft treten, sofern der Rat zustimmt. Die Abstimmung über die geänderten Regelungen ist für den 29. Juni 2026 vorgesehen. Mit dem deutlichen Gebührenanstieg will die Stadt die wachsenden Ausgaben decken und die Finanzlücke stopfen. Die Änderungen gelten für alle Haushalte, sobald die neue Verordnung in Kraft ist. Die Mehreinnahmen sollen dringend benötigte Sanierungen und Projekte zum Wasserschutz ermöglichen.

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