Baby Baboons in Nuremberg - Euthanasia Still an Option - Nürnberger Zoo feiert Pavian-Nachwuchs nach Keulungs-Skandal
Nürnberger Zoo verkündet Geburt eines Baby-Pavians – nur Monate nach umstrittenem Keulungsvorfall im Nürnberger Zoo
Der Nürnberger Zoo hat die Geburt eines neugeborenen Guinea-Pavians bekannt gegeben, nur wenige Monate nach der umstrittenen Tötung von zwölf Tieren im vergangenen Sommer. Die Einrichtung war massiv in die Kritik geraten, nachdem sie die Paviane wegen Platzmangels euthanasiert hatte. Tierschutzorganisationen erstatteten daraufhin Strafanzeige gegen die Entscheidung.
Im Juli des vergangenen Jahres hatte der Nürnberger Zoo zwölf Paviane töten lassen, nachdem Versuche, sie umzusiedeln, gescheitert waren. Der Schritt löste öffentliche Empörung aus, darunter auch Todesdrohungen gegen Mitarbeiter, die noch immer von der Polizei untersucht werden. Tierschützer argumentierten, die Keulung sei rechtswidrig gewesen, und reichten formelle Beschwerden ein.
Das Pavian-Baby kam am 30. November 2022 im Nürnberger Zoo zur Welt. Trotz der Kritik hält der Nürnberger Zoo an seinem Zuchtprogramm fest, da Verhütungsmittel bei den Tieren zuvor zu gesundheitlichen Problemen geführt hatten. Die Verantwortlichen betonen ihr Engagement für den Erhalt der Guinea-Paviane, deren wildlebende Populationen in den letzten drei Jahrzehnten schätzungsweise um 20 Prozent zurückgegangen sind. Die Nürnberger Pavian-Gruppe besteht nun aus einer ausgewogenen Mischung älterer, erfahrener Tiere, junger Zuchttiere und Jungtiere. Eine Keulung bleibt laut Zoo letzte Option – die Leitung will abwarten, bis die rechtliche Prüfung des Vorfalls abgeschlossen ist, bevor weitere Schritte unternommen werden. Dr. Hermann Will, Tierarzt und Kurator des Zoos, ist für die Betreuung aller Arten zuständig, darunter auch die kürzlich geborenen Löwenbabys.
Die Geburt des Jungtiers unterstreicht die anhaltenden Bemühungen des Zoos zum Schutz der Guinea-Paviane. Die juristischen Verfahren zur Keulung im vergangenen Jahr sind noch nicht abgeschlossen. Der Zoo erklärte, man werde die offiziellen Bewertungen abwarten, bevor über künftige Maßnahmen entschieden wird. Die wildlebenden Bestände der Art sind weiterhin rückläufig, was die Bedeutung von Zuchtprogrammen in Zoos wie Nürnberg hervorhebt.