Nürnberger Unternehmer wegen jahrelangem Lohnbetrug zu 18.000 Euro Strafe verurteilt
Mia KochNürnberger Unternehmer wegen jahrelangem Lohnbetrug zu 18.000 Euro Strafe verurteilt
Ein Nürnberger Amtsgericht hat den Inhaber eines Telekommunikationsdienstleisters aus Mittelfranken wegen Lohnbetrugs und Untreue zu einer Geldstrafe von 18.000 Euro verurteilt. Das Urteil folgt auf ein über fünf Jahre andauerndes System, bei dem der Unternehmenschef Gehälter von Mitarbeitern einbehielt und Sozialabgaben vorsätzlich umging.
Der Angeklagte, der zugleich Geschäftsführer eines zweiten Unternehmens war, wurde in 193 Fällen des Lohnvorenthalts und der Untreue schuldig gesprochen. Über einen Zeitraum von einem halben Jahrzehnt leitete er systematisch Lohnzahlungen an Mitarbeiter um und meldete diese nicht wie vorgeschrieben bei den Sozialversicherungsträgern an.
Um die Betrugsmasche zu verschleiern, behauptete der Inhaber fälschlicherweise, einige Beschäftigte hätten zusätzliche geringfügige Nebenjobs in seinem Telekommunikationsunternehmen ausgeübt. Zudem nutzte er eine Aufspaltung der Löhne zwischen den beiden Firmen, um das volle Ausmaß der vorenthaltenen Gehälter zu verschleiern. Durch die Machenschaften entstanden den Sozialversicherungsträgern Ausfälle in Höhe von 59.000 Euro.
Das Urteil des Gerichts ist nun rechtskräftig und schließt den Fall ohne weitere Berufungsmöglichkeit ab.
Die Strafe von 18.000 Euro setzt den Schlusspunkt unter langjährige Ermittlungen wegen finanzieller Verfehlungen des Unternehmers. Der Fall unterstreicht die Konsequenzen von Lohnbetrug und Sozialabgabenhinterziehung, während umfassendere regionale Kontrolldaten weiterhin nicht öffentlich sind.