Nui Care bringt "Pflege-Tinder" und "Pflegekompass" für gestresste Angehörige
Mia KochNui Care bringt "Pflege-Tinder" und "Pflegekompass" für gestresste Angehörige
Münchner HealthTech-Unternehmen Nui Care führt zwei neue Funktionen für seine App ein, die pflegende Angehörige unterstützen soll
Das in München ansässige Unternehmen Nui Care rollt zwei neue Features für seine App aus, die speziell auf die Bedürfnisse von pflegenden Angehörigen zugeschnitten sind. Die Updates mit den Namen Care Compass (Pflegekompass) und Care Tinder (Pflege-Tinder) sollen den Zugang zu Leistungen vereinfachen und Nutzer:innen mit lokaler Hilfe vernetzen. Die App verzeichnet bereits rund 100.000 monatliche Downloads in ganz Deutschland.
Das Tool Care Compass hilft Anwender:innen, Pflegegutachten besser zu verstehen, und erläutert verständlich, welche Ansprüche auf Leistungen bestehen. Zudem informiert es über Präventionsprogramme und Unterstützungsangebote für Pflegekräfte. Ziel ist es, Unsicherheiten bei Ansprüchen abzubauen und den Zugang zu Hilfsangeboten zu erleichtern.
Mit der Funktion Care Tinder können pflegende Angehörige vor Ort Unterstützung finden oder sich mit Menschen in ähnlichen Situationen austauschen. Nui Care steht derzeit in Verhandlungen mit Nachbarschaftshilfen und gemeinnützigen Organisationen, um dieses Netzwerk weiter auszubauen. Das Unternehmen hofft, dass solche Kooperationen es Nutzer:innen erleichtern, im Bedarfsfall schnell praktische Hilfe zu erhalten.
Die App bleibt für Versicherte bestimmter Krankenkassen kostenlos nutzbar, darunter die Allianz Private Krankenversicherung, die AOK Bayern und die DAK-Gesundheit. Einige Anbieter bieten sogar co-gebrandete oder White-Label-Versionen der Plattform an. Wer nicht über eine entsprechende Versicherung verfügt, kann die App im Selbstzahler-Modell für 9,99 Euro monatlich nutzen – inklusive einer zweiwöchigen kostenlosen Testphase. Nui Care ist im Apple App Store und bei Google Play verfügbar.
Die erweiterte App bietet nun klarere Orientierung zu Pflegeleistungen und direkte Kontakte zu regionaler Unterstützung. Mit 100.000 aktiven Nutzer:innen pro Monat könnten die neuen Funktionen noch mehr pflegenden Angehörigen helfen, ihre Aufgaben besser zu bewältigen. Der Service ist entweder über Partnerschaften mit Krankenkassen oder ein kostenpflichtiges Abo zugänglich.