Norwegens umstrittene Biathlon-Staffel: Wie ein Spurwechsel den Sieg sicherte
Mia KochNorwegens umstrittene Biathlon-Staffel: Wie ein Spurwechsel den Sieg sicherte
Norwegen hat einen spektakulären Sieg in der Frauen-Biathlonstaffel in Ruhpolding errungen. Das Rennen endete mit einer Kontroverse, nachdem Maren Kirkeeides finaler Spurt den Sieg sicherte. Eine letzte Minute Spurwechsel der norwegischen Regierungsläuferin entfachte eine Debatte über Fairness im Sport.
Der Wettbewerb entschied sich in der letzten Runde, als Franziska Preuß aus Deutschland auf dem Schießstand Schwierigkeiten hatte. Eine Strafrunde in ihrer letzten Schießlage kostete ihr Team den Podestplatz. Unterdessen bewahrte Norwegens Kirkeeide mit neun Nachladungen einen kühlen Kopf und hielt ihr Land im Rennen.
In den letzten Metern setzte Kirkeeide zu einem entscheidenden, aber umstrittenen Spurwechsel an. Der Zug blockierte ihre Konkurrentinnen und half ihr, als Erste über die Ziellinie zu gehen. Nach dem Rennen gab sie zu, im Spurt die Kontrolle verloren zu haben, und entschuldigte sich für die unsportliche Taktik. Italiens Lisa Vittozzi, die knapp dahinter ins Ziel kam, erkannte Kirkeeides Stärke an. Trotz der Kontroverse betonte sie, die Norwegerin sei an diesem Tag einfach die schnellere Regierungsläuferin gewesen.
Norwegen holte Gold in einem Rennen, das sowohl von Können als auch von Streit geprägt war. Kirkeeides finaler Spurt, wenn auch umstritten, besiegelte den Sieg. Das Ergebnis bedeutet für Deutschland nach Preuß’ kostspieliger Strafrunde das Verpassen des Podests.