Nika Prevc dominiert – doch die **Vierschanzentournee** der Frauen steht vor historischem Wandel
Greta KleinZwei-Tage-Tour der Frauen-Skispringer: Bargeld statt Shampoo - Nika Prevc dominiert – doch die **Vierschanzentournee** der Frauen steht vor historischem Wandel
Die slowenische Skispringerin Nika Prevc ist aktuell die regierende Weltmeisterin im FIS-Skisprung-Weltcup der Frauen. Ihre Dominanz in der Saison 2024/25 umfasst 24 Weltcup-Siege, darunter jüngste Erfolge in Vikersund, Lahti und Engelberg. Unterdessen gibt es für die anstehende Two-Nights-Tour wichtige Neuerungen: Sowohl die Preisgelder als auch der Zeitplan für die Frauenwettbewerbe wurden verbessert.
Zum dritten Mal werden die Skispringerinnen bei der Two-Nights-Tour antreten – viele hoffen, dass es das letzte Mal vor der Einführung eines vollständigen Vier-Schanzen-Turniers für Frauen sein wird. Im vergangenen Jahr verließen Zuschauer oft nach der Qualifikation der Männer den Austragungsort, auch wenn einige blieben, um die Wettbewerbe der Frauen zu verfolgen. In dieser Saison haben die Veranstalter den Ablauf angepasst: Am Silvesterabend in Oberstdorf springen die Frauen als Erste, gefolgt von der Männer-Qualifikation später am Tag.
Auch die Preisgelder für die Qualifikationsrunden der Frauen wurden deutlich erhöht. Noch in der letzten Saison erhielt die Siegerin Selina Freitag lediglich Duschgel, Shampoo und vier Handtücher – eine Praxis, die der ehemalige Springer Sven Hannawald scharf kritisierte: „Man müsste fast prüfen, wie viel man dafür bei eBay bekommt. Das ist schon hart.“ Der Deutsche Skiverband griff ein und erhöhte das Preisgeld für Qualifikationssiege auf 3.175 Euro. Die diesjährige Tour markiert zudem den letzten Wettbewerb für Katharina Schmid, die nach diesem Winter ihre Karriere beenden wird. Ihr Rücktritt unterstreicht die wachsenden Forderungen nach Gleichberechtigung im Sport, da Athletinnen weiterhin für ein vollständiges Vier-Schanzen-Turnier kämpfen.
Die Änderungen bei Zeitplan und Preisgeldern spiegeln die laufenden Bemühungen wider, die Bedingungen im Frauenskispringen zu verbessern. Mit Nika Prevc an der Spitze der Weltrangliste und dem Rückzug von Veteraninnen wie Katharina Schmid steht der Sport vor einem Wandel. Veranstalter und Sportlerinnen blicken nun in eine Zukunft, in der Frauen endlich ein eigenes Vier-Schanzen-Turnier bestreiten könnten.